Montessori-Schule soll in Eilendorf bleiben

Von: Peter Langohr
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Die Schule in der Kaiserstraße beherbergt die Montessori-Grundschule, gegen deren mögliche Verlagerung an den Standort Barbarastraße in Rothe Erde man sich in Eilendorf vehement wehrt. Foto: Peter Langohr

Eilendorf. Der Ton war moderat, aber die Stimmung giftig. Die Eilendorfer Bezirksvertreter hatten Feuer in den Augen, als sie einem Eilantrag von CDU und FDP in der Bezirksvertretung einstimmig folgten, der den Erhalt des Standorts der Montessori-Grundschule und des Montessori-Kinderhauses in der Kaiserstraße zum Ziel hat.

Der Hintergrund: Anfang der Woche hatte die so genannte Lenkungsgruppe der Schulverwaltung getagt und über Veränderungen in der Schullandschaft beraten. Was dabei herauskam, erschien den Eilendorfer Bezirkspolitikern wie ein Gebräu aus der Hexenküche. Es gibt nämlich Überlegungen – offenbar recht konkret – den Standort der Montessori-Grundschule und des Kinderhauses an die mit sehr niedrigen Anmeldezahlen kämpfende Grundschule Barbarastraße in Rothe Erde zu verlegen, um diesen Standort zu retten.

Jetzt wurde Eilendorfs Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler (CDU) von Susanne Schwier, der zuständigen Dezernentin, über den Sachverhalt unterrichtet und meinte: „Ich habe, milde ausgedrückt, gegenüber der Dezernentin meinen intensiven Unmut klargemacht.“

Ähnlich harsch fielen die Reaktionen der Bezirksvertreter aus. Oliver Bode (CDU) wartete mit konkreten Zahlen auf. Von den rund 180 Schülern der Montessori-Grundschule in der Kaiserstraße kommen etwa 110 aus Eilendorf, 25 Prozent der Kinder kommen aus der Städteregion und lediglich 15 Prozent aus Rothe Erde. Ähnlich sieht es bei den Anmeldungen aus: Von den mehr als 50 Kindern, die bislang angemeldet wurden, kommen 30 aus Eilendorf. Es wäre doch, so Bode weiter, ein Hohn, wollte man Kinder aus Eilendorf zu einem Standort außerhalb des Stadtbezirks transportieren.

Daher fordert der Eilantrag: „Der Standort der Montessori-Schule muss im Stadtbezirk Aachen-Eilendorf erhalten bleiben und kann nicht einer Schulplanung im Stadtteil Rothe Erde untergeordnet werden.“ Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, mit dem Gebäudemanagement endlich die bereits 2012 angeforderte Aus- und Umbauplanung für die Zusammenführung von Schule und Kinderhaus vorzulegen. Dabei wird auch auf Zusagen verwiesen, die bei der Entscheidung über die Schließung der Hauptschule am Standort Kaiserstraße gemacht wurden.

Auch Rolf Schäfer (SPD) und Karl Weber (Grüne) sprachen sich gegen die Verlegung aus. Abschließend konstatierte Elke Eschweiler, man sei schon einmal den Weg der Kooperation mit der Schule Barbarastraße gegangen, die im übrigen gar nicht in Eilendorf liege, und es habe nicht funktioniert. Ganz im Gegenteil habe der Eilendorfer Kooperationspartner, die Grundschule Brühlstraße, damals massive Einbußen erlitten.

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