Montessori-Grundschule Eilendorf zeigt „Das kleine Gespenst”

Von: chc
Letzte Aktualisierung:
gespenst_web_bu
Gespenster trieben im Haus der Stadt ihr Unwesen. Foto: Farber

Eilendorf. Der elfjährige Christian Dunker spielte die Rolle des kleinen Gespenstes sehr überzeugend. Und zwar nicht nur bei der Aufführung des 30-minütigen Kinderstückes frei nach Otfried Preußler, das in der Montessori-Grundschule Eilendorf über die Bühne ging.

Nein, auch bei den Proben verkörperte Christian den eigentlich friedvollen Geist so ausdrucksstark, dass er einem Ensemblemitglied das Fürchten lehrte.

„Eine unserer Erstklässlerinnen hatte richtig Angst. Das lag wohl auch am Kostüm, obwohl sie ja wusste, dass da Christian drunter steckte”, erzählte Martina Kewald, Lehrerin der Klasse D.

Letztlich gelang es, auch das verschreckte Ensemblemitglied wieder zur Teilnahme an den Proben zu überreden. Dabei ging es äußerst engagiert zur Sache.

Vier Wochen lang haben die 21 Schüler sich gewissenhaft vorbereitet und ohne Murren jede Menge Text gelernt. Und weil in der Montessori-Grundschule die Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren gemeinsam in eine Klasse gehen, brachten sie auch das kleine Gespenst gemeinsam auf die Bühne.

Ein großer Vorteil, findet Suse Lorenzen. „Wenn die Kleinen sehen, wie die Älteren ganz lange Passagen auf der Bühne sprechen, dann verlieren auch sie ihre Scheu”, sagt die Theaterpädagogin, die die Proben betreute.

Zudem seien nach dem Stück auch die Jüngsten bestens in Klassenverband integriert, weil beim kleinen Gespenst jedem eine tragende Rolle zugekommen sei, ohne die das Ganze nicht funktioniert hätte.

Nicht zuletzt gebe die Schauspielerei den Kindern auch ein ganz neues Selbstbewusstsein. „Wenn sie auf der Bühne in eine Rolle schlüpfen, dann ist alle Schüchternheit plötzlich vergessen”, sagt Lorenzen. Bei der Generalprobe zum Stück lief alles glatt.

„Die Texte haben die Kinder sogar manchmal sinngemäß abgewandelt, anstatt sich sklavisch an den Text zu halten”, lobt Lehrerin Kewald, die das als eine „noch tollere Leistung” einstuft.

Und auch die Premiere wurde zu einem vollen Erfolg. Mütter, Väter, Omas, Opas, Brüder und Schwester spendeten langen Applaus. Für Kewald steht fest: „Das müssen wir noch mal machen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert