„Mondphasen” im Theater 99: Von kaltem Wasser und heißer Liebe

Von: Laura Hentz
Letzte Aktualisierung:
„Mondphasen” im Theater 99:
„Mondphasen” im Theater 99: Silvia Möller und Niklas Nienaß beim Ausloten, was „für sie das Richtige ist”. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein junges Pärchen liegt im Bett, die Klamotten sind auf dem Boden verteilt, und sie frühstücken kalte Pizza von gestern. Antonia (Silvia Möller) und Rafael (Niklas Nienaß) sind zwei ganz normale Studenten, die sich Gedanken machen um sich, ihre Gefühle und die Frage, ob man nicht auch zwei Menschen gleichzeitig lieben kann.

„Wenn man in einer Beziehung ist, denkt man ja schon mal darüber nach, ob es auch das Richtige für einen ist”, meint Möller.

Die beiden Jungschauspieler zeigen vor Beginn der neuen Spielzeit ihr Stück „Mondphasen” im Theater 99, das Nienaß selbst geschrieben hat. Er erklärt: „Ich hatte keine Lust auf eine Komödie. Ich wollte irgendwas machen, das für uns relevant ist.”

Also griff er kurzerhand selbst zum Stift und schrieb ein Stück über die Liebe und ihre Spielarten. In einer Zeit, in der fast alles erlaubt ist, muss schließlich jeder für sich ausloten, was für ihn richtig ist. Im Dialog mit seiner Freundin scheint Rafael ganz cool, aber der Monolog seiner Gedanken spricht da oft eine ganz andere Sprache. Es ist eben alles eine Frage der Ehrlichkeit, sich selbst, aber auch dem Partner gegenüber.

Jutta Kröhnert führt zwar Regie, legt aber Wert darauf, der Jugend viel Raum zu lassen. „Jutta hat uns ins kalte Wasser springen lassen und die Chance gegeben, viel selbst zu machen und auszuprobieren”, erzählt Nienaß. Und Möller ergänzt: „Man merkt zum ersten Mal, wie viel Arbeit eigentlich in so einem Theaterstück steckt. Es ist viel mehr Organisation nötig, und es sind viel mehr Leute beteiligt, als man denkt.”

Doch die Verantwortung hat schließlich auch viel für sich, findet Nienaß: „Ich glaube, wenn es dann gut klappt, freut man sich umso mehr, dass man es selbst geschafft hat.” Unterstützung hatten sie bei der Verwirklichung nicht nur durch den Kulturbetrieb der Stadt Aachen, sondern vor allem auch durch Freunde und Bekannte.

Die Band „The Jigs” stellt beispielsweise ihre Songs zur Verfügung, und der junge Filmemacher Max Zachner hat die Darsteller fotografiert und plant, das Theaterstück um Filmsequenzen zu erweitern. Kröhnert ist begeistert von der Kreativität der nächsten Generation: „Das Projekt ist so ein gutes Beispiel für Jugendkultur, die auch aus der Jugend kommt!”

„Mondphasen” ist am 25. und 26. August um 21 Uhr im Theater 99 am Gasborn 9-11 zu sehen.
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