Aachen - Molle-Entdeckungsreise für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren

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Molle-Entdeckungsreise für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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„Entdeckungsreise am Molle“: Laura Distelrath, Nina Weinberger, Prof. Marianne Genenger-Stricker, Sibylle Keupen und Stella Dejle (von links) stellten das Kreativangebot vor. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Perspektive wechseln, den Blick schärfen für die kleinen Details, den Schatz im Gewohnten finden – lässt man sie, sind Kinder in diesen Disziplinen ziemlich gut. Sie klettern auf Bäume, entdecken in der Hängematte liegend Wolkenbilder, verlieren sich in der Suche nach dem perfekten Stock oder retten Schnecken.

Heute sind Kinder aber sehr oft eng eingebunden in Schule und Freizeitaktivitäten. Die Zeit und der Raum für freies Spiel wird immer weniger“, weiß Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik.

Die zweite Herbstferienwoche könnte daher für zwölf Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zum kreativen Kontrastprogramm werden: Künstler und Forscher im Alltag sein – das geht bei der Molle-Entdeckungsreise rund um das Kreativhaus im Moltkepark. „Wir bieten viel an, geben aber nichts vor“, nennt Nina Weinberger die Devise.

Dahinter steckt das Konzept der ästhetischen Forschung. „Kunst, Wissenschaft und Alltag werden dabei vernetzt. Jeder kann in seinem Sozialraum Künstler und Forscher sein“, erläutert Laura Distelrath.

Sie und Weinberger sind Studentinnen der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit ihrer Kommilitonin Lisa Bastgen haben sie die Ferienaktion der Jugendkunstschule konzipiert und werden sie für ihren Masterabschluss nutzen.

„Denn bisher wurde das Konzept nur in schulischen Zusammenhängen im Rahmen der ‚Kulturforscher‘ ausprobiert. Wir wollen sehen, ob es auch im außerschulischen Bildungsbereich funktioniert“, erläutert Distelrath den Forschungsansatz.

„Der Ablauf ist nicht ergebnisorientiert. Output ist nicht das Wichtige. Da müssen die Studierenden sicher auch mal aushalten, dass nichts passiert. Das Ende ist offen“, ist auch die begleitende Professorin Dr. Marianne Genenger-Stricker gespannt auf die Ergebnisse. „Aber natürlich soll es den Kindern vor allem Spaß machen.“

Deshalb haben die drei Studentinnen durchaus konkrete Vorschläge, was in der Woche passieren kann: „Wir werden auf jeden Fall ein Atelier im Frankenberger Viertel besuchen, den Moltkepark begehen und wollen auch einen Fotomarathon machen“, so Weinberger. Zugleich steht den Kindern Andreas Leifeld, bildender Künstler und zugleich Sozialarbeiter, bei der kreativen Umsetzung ihrer Ideen mit Rat und Tat zur Seite.

Dieses thematisch sehr breite Angebot passe genau in die neuen Erfahrungen, die die Bleiberger Fabrik seit knapp einem Jahr mit dem Kreativhaus im Moltkepark mache. „Die aufsuchende Jugendkulturarbeit lebt von den Ideen ihrer Besucher. Es ist eine Insel, in der Inhalt und Richtung die Besucher bestimmen. Deshalb sind auch wir auf die Ergebnisse des Forschungsprojekts sehr gespannt“, sagt Keupen.

Spaziergänger im Moltkepark sollten sich also nicht wundern, wenn im Oktober vermehrt Kinder in den Bäumen sitzen oder in den Himmel schauen. Sie träumen nicht, sie wechseln die Perspektive und schärfen ihren Blick für Details. Und sie helfen so zugleich der Forschung.

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