Modernisierung von Bahnhaltepunkt in Eilendorf

Von: Peter Langohr
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Eilendorf. Durch eine Presseveröffentlichung Mitte März erfuhren die Eilendorfer Bezirksvertreter davon, dass die Deutsche Bahn im Zusammenhang mit dem Start des neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) die Modernisierung von mehreren Bahnhaltepunkten in Aachen im kommenden Jahr angehen will.

Konkret betrifft das auch den Bahnhaltepunkt Eilendorf. Einigermaßen überrascht beantragten CDU und FDP, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung von der zuständigen Fachverwaltung über „die nun augenscheinlich fertig geplante und für 2018 (laut Pressemitteilung) avisierte Modernisierungsmaßnahme“ informiert zu werden.

In seiner Information stellte der Vertreter der Verwaltung klar, dass die für 2018 vorgesehenen Baumaßnahmen am Haltepunkt Eilendorf nach Auskunft des federführenden NVR (Nahverkehr Rheinland) ausschließlich die Anfahrbarkeit der Station mit Zügen des RRX herstellen soll.

In Eilendorf wird zukünftig neben den Zügen der Euregiobahn auch ein einteiliger Verstärkerzug des RRX halten. Um den barrierefreien Zugang zum RRX zu ermöglichen, ist vorgesehen, zwei neue Außenbahnsteige von 125 Metern Länge und einer entsprechenden Höhe zu bauen. Zudem sollen die Beleuchtung und weitere Einrichtungen wie etwa die Wetterschutzhäuser erneuert werden.

Nicht betroffen von der Modernisierung sind jedoch die geplante Personenüberführung über die Gleise am Haltepunkt oder gar die anstehende Neugestaltung des Straßentunnels an der Nirmer Straße. Auch die Verwaltung ist wohl von der Ankündigung des NVR überrascht worden. Nun will die Stadt versuchen, die Personenüberführung bis Ende des Jahres fertigstellen zu lassen.

Dann sollen weitere Fördermittel beantragt werden. Allerdings kann die Stadt auf Grund der veränderten Zeitplanung beim Neubau der Bahnsteige nicht garantieren, dass eine gemeinsame Umsetzung beider Projekte klappt. In jedem Falle wird die Verlängerung der Personenüberführung über die Kehrbrückstraße noch auf sich warten lassen.

Die Modernisierung des Haltepunkts Eilendorf schon 2018 kam bei den Bezirksvertretern gut an, irritiert zeigten sie sich jedoch von der Aussicht, dass die neuen Bahnsteige nur 125 Meter lang sein sollen. Auch die Reste der alten, mehr als 200 Meter langen Bahnsteige verschwinden.

Vertreter aller Parteien nannten dieses Vorgehen auf Grund zunehmender Probleme mit dem Individualverkehr kurzsichtig, vor allem angesichts der Tatsache, dass man auf künftige Entwicklungen im Schienenverkehr dann nicht mehr flexibel reagieren könne. Offenbar sieht die Stadtverwaltung dies ähnlich, denn deren Vertreter sicherte zu, dass man sich beim NVR für den Erhalt der „Restbahnsteige“ verwenden wolle.

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