Aachen - Modelle für das Besucherzentrum: Indemann in bester Gesellschaft

CHIO Freisteller

Modelle für das Besucherzentrum: Indemann in bester Gesellschaft

Von: Joel Teichmann
Letzte Aktualisierung:
15085088.jpg
Ausgezeichnet: Die Gemeinde Inden, Indeland und die FH Aachen küren die Bachelorarbeit „Besucherzentrum am Indemann“. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Tagebau im Indeland wird 2030 Geschichte sein. Jahrzehntelang wird sich die gigantische Grube mit Wasser füllen, bis der Indesee auf die Größe des Tegernsees anwächst. Grund genug, über die Errichtung eines Besucherzentrums als Anlaufstelle für touristische Angebote nachzudenken.

Drei Monate lang beschäftigten sich 29 Studierende für ihre Bachelorarbeit mit der Thematik. „Es entstand eine große Bandbreite an möglichen Lösungen“, sagte Professor Markus Hermann von der FH, die die Aufgabenstellung mit der Gemeinde Inden und der Entwicklungsgesellschaft Indeland herausgegeben hatte. 13 Arbeiten schafften es in die Vorauswahl, von denen wiederum drei mit einer Prämie in Höhe von insgesamt 600 Euro belohnt wurden.

„Wo könnte die Geschichte des Tagebaus besser vermittelt werden als unter der Erde?“, fragte sich die Erstplatzierte Olga Mioduszewska. So ragt in ihrem Entwurf lediglich ein Glaskubus über die Oberfläche hinaus. Wer den gläsernen Eingangsbereich betritt, der gelangt sofort ins unterirdische Besucherzentrum. Fünf Meter tief geht es dabei in den Boden. „Eigentlich verschwindet das Loch durch die Entstehung des Sees ja, in meinem Entwurf aber nicht“, erzählte Mioduszewska. Ursprünglich sollte der oberirdische Kubus als Aufenthaltsraum fungieren, nach Gesprächen mit den Dozenten revidierte sie diesen Plan jedoch.

Ebenfalls den ersten Platz konnte sich Saskia Frömgen mit ihrem Thema der verschwundenen Dörfer sichern. „Die Häuser werden in der Gebäudestruktur wiederbelebt“, erläuterte FH-Professorin Heike Matcha. Den dritten Platz erreichte Alina Höffgen.

Obwohl die Arbeiten reine Machbarkeitsstudien sind, seien sie dennoch „halb realitätsbezogen“, so Matcha. Tatsächlich gebe es Interessenten für ein solches Projekt. Schließlich existiere eine Landschaft, wie sie rings um den Indemann entstehen wird, kein zweites Mal in Europa, so Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert