„Mobility Broker“: Mobilitätsangebote der Region auf einen Blick

Von: Christiane Chmel
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Freuen sich auf die nächste Testphase: von links Tobias Meurer und Dennis Brinckmann (beide VeloCity), Peter Wüstnienhaus (DLR, IKT für Elektromobilität), Michael Carmincke (Vorstand Aseag), Werner Wingenfeld (Dezernat Planung und Umwelt), , Dr. Karl-Heinz Krempels (RWTH Projektleitung) sowie Birgit Brand (Aseag Projektleitung). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Von A nach B kommen und das möglichst kostengünstig, schnell und dazu auch noch umweltschonend – dieses Ziel haben täglich viele Menschen in der Region Aachen und müssen sich die Abfahrtzeiten und Tarife der Mobilitätsanbieter sowie den Standort der Stationen oft mühsam zusammen suchen.

Abhilfe soll in Zukunft das Projekt „Mobility Broker“ schaffen, welches alle öffentlichen Mobilitätsangebote der Region Aachen auf einem Web- und App-basierten Marktplatz zusammenführt. Das Projekt läuft seit Oktober 2013 und erreichte jetzt mit der Eröffnung der zweiten Mobilstation am Institut für Informatik V der RWTH Aachen einen weiteren Meilenstein.

Ab sofort besteht im Rahmen einer dreimonatigen Testphase für einen definierten Nutzerkreis die Möglichkeit, Pedelecs von Velocity und e-Smarts an der Mobilstation mit der persönlichen Aseag-Mobilitätskarte zu nutzen, indem das Fahrzeug über die im Rahmen des Projektes entwickelte App reserviert und an der Station frei geschaltet und ausgeliehen werden kann. Für Inhaber eines Job-Tickets gilt die Karte zudem als Busfahrschein.

„Der Mobility Broker funktioniert als Türöffner in dem multimodalen öffentlichen Personennahverkehr“, erklärte Aseag-Vorstand Michael Carmincke im Rahmen der Eröffnung des Mobilpunktes. „Zudem wird eine weitergehende Vereinfachung der Kommunikation, Planung und Nutzung erreicht, da alle Mobilitätsanbieter in das neue System integriert werden.“

Die Bedienung ist dabei einfach und nutzerfreundlich: Der Kunde gibt seinen Standort und das von ihm gewünschten Ziel in das App ein und erhält unter Berücksichtigung eventueller Präferenzen in Bezug auf das Fortbewegungsmittel Möglichkeiten zur Erreichung des Zieles. Abfahrtzeiten von zum Beispiel Bus und Bahn werden dabei in Echtzeit angezeigt. Zudem erhält er nach der Nutzung nur eine Abrechnung für alle Leistungen. „Die einfachste Bedienung setzt allerdings eine komplizierte und aufwendige Programmierung voraus“, erklärte Jörg Röhlen Projektleiter von der regio IT Gesellschaft für Informationstechnologie, die das Vorhaben unterstützt.

Auch die RWTH Aachen, die IVU Traffic Technologies sowie die Stadtwerke Osnabrück sind an der Entwicklung des Mobility Brokers beteiligt. „Die Erreichung der von der Bundesregierung vorgegebenen Klimaziele bedingt den verstärkten Einsatz von umweltschonende Verkehrsmitteln“, betonte Peter Wüstnienhaus vom deutschen Zentrum Luft- und Raumfahrt, das als Projektträger für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die geförderten Institutionen betreut. „Die Nutzung von modernen Reiseketten ist dabei ein großer Fortschritt.“

Die erste Phase des Projektes Mobility Broker bestand in der Erprobung mit eigenen Mitarbeitern, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. In der nun angelaufenen zweiten Phase wird das System den Bediensteten der RWTH Aachen in Kombination mit bestehenden Job-Tickets zur Verfügung gestellt. Abschließend soll eine Testphase in der Öffentlichkeit erfolgen.

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