Mobilitätsausschuss diskutiert Einsatz des „e.GO Mover“ als Marktliner

Von: Annika Kasties
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Klein und kompakt: Der „e.GO Mover“ könnte nach Wunsch der Grünen in Zukunft als Marktliner zum Einsatz kommen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Pläne um den Marktliner konkretisieren sich. Dass eine City-Ringlinie mit einer Bushaltestelle vor dem Aachener Rathaus möglichst bald und möglichst emissionsarm umgesetzt werden soll, ist politischer Konsens. Über das konkrete Wie muss indes noch diskutiert werden.

Möglich ist, dass diesbezüglich vor allem drei Parteien an einem Tisch sitzen werden: die Stadt, die Aseag und die e.GO Mobile AG. „Das könnte der Startschuss für eine revolutionäre Zusammenarbeit sein“, meint Achim Ferrari, Ratsherr der Grünen und Vorsitzender des Mobilitätsausschusses.

In Gestalt des brandneuen „e.GO Mover“ aus der Werkstatt der Aachener e.GO Mobile AG könnte der innovative E-Minibus testweise als Marktliner am Rathaus vorbeirollen. Ein entsprechender Ratsantrag steht am Donnerstag im Mobilitätsausschuss (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Marschiertor) auf der Tagesordnung. Bereits am Montag haben Vertreter aller Fraktionen in einem Gespräch mit Professor Dr. Günther Schuh, Vorstandvorsitzender des Unternehmens, und der Wirtschaftsförderung vorsichtig vorgefühlt, inwiefern der „e.GO Mover“ gemeinsam weiterentwickelt werden könne. Nach AZ-Informationen verlief das Gespräch überaus positiv.

Derweil hat sich die Verwaltung bereits Gedanken dazu gemacht, welche Strecken für den Marktliner infrage kommen könnten – unabhängig davon, ob diese nun von einem „e.GO Mover“ zurückgelegt werden sollen oder nicht. Zur Diskussion stehen drei Konzepte. Variante 1 sieht eine Zusammenführung der Buslinien 4 und 32 vor. Neu errichtet werden würde jeweils eine Haltestelle auf dem Markt und an der Neupforte sowie zwei neue Haltestellen „Misereor“ an der Mozartstraße.

Zudem müsse die Fußgängerzone Augustinerbach zwischen dem Kaiser-Karls-Gymnasium und der Pontstraße für den Linienverkehr wieder geöffnet werden. Laut Verwaltung würden für diese Streckenführung acht Kleinbusse benötigt, bislang werden auf beiden Linien sechs Standardbusse eingesetzt. Insbesondere zu Schulzeiten müsste die Strecke durch weitere Busse verstärkt werden, um die Schüler des Couven- und des Kaiser-Karls-Gymnasiums zu transportieren. „Die genauen betrieblichen Auswirkungen können erst nach Vorliegen aktueller Fahrgastzahlen geprüft und bewertet werden“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Eine Alternative wäre die Verknüpfung der Buslinien 4 und 13. Diese sieht vor, dass die Linie 13 statt über die Haltestellen „Ehrenmal“ und „Ponttor“ über die neu zu errichtende Haltestelle „Hotmannspief (neu)“ an der Sandkaulstraße zum Markt fährt. Von dort aus folgt sie der Jakobstraße auf dem Linienweg der heutigen Linie 4 zur Schanz, wo sie den aktuellen Weg der Linie 13 in Richtung Hauptbahnhof wieder aufnimmt.

Das würde bedeuten, dass die Linie 4 nicht mehr über die Eilfschornsteinstraße und die Jakobstraße fährt, sondern über den Templergraben. Von dort aus ginge es weiter über den Karlsgraben. Vom Kronenberg würde die direkte Verbindung zum Markt entfallen, vom Hauptbahnhof die direkte Verbindung zum TH Hauptgebäude. Laut Verwaltung könnten die vier Standardbusse, die aktuell die Linie 13 bedienen, durch vier Kleinbusse ersetzt werden.

Als dritte Variante steht eine Ergänzung der Streckenführung der Linie 13 zur Debatte. In einer Schleifenfahrt könnte der Markt zwischen den Haltestellen „Driescher Gässchen“ und „Technische Hochschule“ einbezogen werden. Damit würde die Linie drei zusätzliche Haltestellen bedienen: den „Markt“, die „Judengasse“ und das „Kármán-Auditorium“. Sechs Kleinbusse würden vier Standardbusse ersetzen, die aktuell für die Strecke benötigt werden. Ganz ohne Tücken sei diese Variante jedoch nicht. „Die Verdopplung des Busaufkommens (Linie 4 und zusätzlich Linie 13) könnte auf dem kurvenreichen und engen Abschnitt Judengasse/Eilfschornsteinstraße vermehrt zu gegenseitigen Behinderungen führen“, heißt es in der Vorlage.

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