„Mobiler Garten“ als Treffpunkt im Viertel

Von: Felicitas Geßner
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Basteln eifrig am „mobilen Garten“: Kleine und große Fans bringen das neue Projekt im Stadtteil Aachen-Nord bald zum Blühen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist tatsächlich ein kleiner Garten mit Gartenhaus, Hochbeeten und Pflanzkästen aus Holz, aber auch Textil, der jetzt unter Beteiligung vieler Kinder und Erwachsener in der Werkstatt Mitokg entstanden ist. Besonderheit: Es ist ein mobiler Garten auf einer Plattform, eingefasst von Drahtgeflecht in Gestalt eines 14 Kubikmeter großen Kubus‘.

„Jetzt haben wir die Pflanzkästen gebaut und im mobilen Garten befestigt. Als nächstes wird gesät und gepflanzt. In vier Wochen bringen wir ihn an die Kreuzung Passstraße/Grüner Weg, wo er dann für ein halbes Jahr als Zentrum für Kommunikation und Gestaltung im Quartier stehen wird“, erklärte Michael Toepffer, der mit Kollegin Jana Walliser die Agentur co/5 betreibt. Sie sind die Betreuer des Projektes, das von vielen engagierten Bürgern umgesetzt und aus dem Fond Aachen-Nord über das Stadtteilbüro finanziert wird.

Für alle, die sehen wollen, wie es wächst im mobilen Garten, sind weitere Nachbarschaftsaktionen geplant: „Wir werden eine Lesung aus dem benachbarten Bücher-schrank veranstalten sowie ein Erntefest mit Kräutern und Gemüse aus dem Garten“, erklärte Toepffer. Der mobile Garten soll die Keimzelle eines neuen Nachbarschaftsengagements sein, „etwas, das wachsen soll in Aachen-Nord“, sagte Silke Gärtner vom Stadtteilbüro, die schon das Vorgängerprojekt mit Sitzbänken aus Holz, die im gesamten Quartier aufgestellt wurden, betreute.

„Wir wollen Tomaten, Erdbeeren und Basilikum pflanzen“, erklärten die Brüder Peter und Kurt sowie ihre Freundin Clara wie aus einem Mund, während sie ihre selbst hergestellten Pflanzkästen im mobilen Garten befestigten. Sie sind in Gruppen in der benachbarten Frie-denskirche aktiv und wollen künftig mit anderen Kindern nach der Schule die Pflanzen im mobilen Garten jeden Mittag gießen. Das Wasser hierzu bekommen sie und andere Freiwillige vom ebenfalls benachbarten Blumengeschäft.

„Wer noch mitmachen möchte, kann sich gern melden“, wirbt Michael Toepffer um weitere Engagierte. Der Clou am Beteiligungsprojekt mobiler Garten ist immerhin, dass jeder nach dem halben Jahr „seinen“ Blumenkasten mit nach Hause nehmen darf.

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