Mobile Kaffeepause kommt auf drei Rädern

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Auf einen Kaffee: (von links) Silke Gärtner (Aachen Nord), Patricia Yasmin Graf (desingmetropole) der Künstler Senior Schnu, Michael Omsels (low-Tec) und Monika Mann-Kirwan (Gemeindereferentin Cristus unser Bruder) freuen sich über den mobilen Treffpunkt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Generalprobe war am Holzgraben, die Premiere wird am Sonntag bei der öffentlichen Probe für den Quartiersplatz Liebigstraße sein: Das Aachen-Nord-Mobil nimmt Fahrt auf und verströmt dabei noch verführerischen Kaffeeduft.

Das Aachen-Nord-Mobil ist eine Ape – das charakteristische dreirädrige Lasten-Fahrzeug ist in Italien an jeder Ecke zu finden – und hat durch mehrmonatige, ehrenamtliche Flex-, Säge-, Schraub- und Lackierarbeiten einen vielversprechenden Aufsatz bekommen: „Kaffee für Aachen Nord“ hat der Aachener Künstler Señor Schnu in schnörkeliger Schrift mit Edding über der professionellen Siebträgermaschine für Espresso, Cappuccino und andere Kaffeespezialitäten geschrieben. Die Ladeklappe lässt sich zum Dach umfunktionieren, darunter wird ein Tisch ausgeklappt – fertig ist der mobile Treffpunkt.

Denn genau das soll das Aachen-Nord-Mobil sein: Anlaufstation für eine kommunikative Kaffeepause, Treffpunkt für Menschen aus Aachen Nord, Kontaktadresse für Fragen an die Quartiersmanagerinnen und Projektpartner. „Wir wollen mit den Menschen sprechen. Wenn wir zu den Leuten gehen und auch noch einen leckeren Kaffee mitbringen, funktioniert das gleich viel besser“, erläuterte Monika Mann-Kirwan, Gemeindereferentin von Christus unser Bruder, die in dem Projektgebiet zwischen St. Elisabeth und den Gasballons gleich zwei Standorte hat. Zumindest sind das die Erfahrungen aus der Generalprobe am Holzgraben. „Die Menschen kommen mit uns, aber auch untereinander ins Gespräch.“

Mann-Kirwan war Ideengeberin und Initiatorin des Mobils, bezahlt wurde es zu 80 Prozent aus dem Verfügungsfonds des Stadtteilprojektes Nord und umgesetzt von vielen Projektpartnern wie der Designmetropole Aachen, dem Qualifizierungsträger low-tec oder der Objektgestaltung Wolfgang Sanders. „Das Geld ist ausschließlich ins Material geflossen, der Umbau wurde rein ehrenamtlich gestemmt“, freute sich Quartiersmanagerin Silke Gärtner.

Jetzt ist die Biene – so die deutsche Übersetzung von Ape – also bereit, ihre Flügel auszubreiten und durchs Quartier zu sausen. Liebigstraße, Passstraße – viele Orte sind denkbar, die regelmäßig angefahren werden sollen. „Wir wollen den Leuten aus dem Viertel auch die Möglichkeit geben, die Ape für eigene Aktionen auszuleihen“, erklärte Patricia Yasmine Graf, bei der Designmetropole Aachen Projektleiterin für „All Eyes on Aachen-Nord“.

Die Ape einem ersten Geschmacks- und Funktionstest unterziehen können alle Kaffeeliebhaber und Kommunikationsinteressierte am Sonntag, 19. April, von 13 bis 16 Uhr an der Liebigstraße. Dort sollen die zusammengetragenen Ideen für einen Quartiersplatz auf Funktionalität getestet und weitere Ideen entwickelt werden. Übrigens ist dann nicht nur der Kaffee gratis. Kuchen, Paella, kalte Getränke sollen der kreativen Stimmung ebenfalls auf die Sprünge helfen.

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