„Mittelgebirgsbach“ in Eilendorf

Von: Günther Sander
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Eilendorf. Über die geplante Renaturierung des Haarbachs im Bereich Nirmer Platz hat der Wasserverband Eifel-Rur die Bezirksvertretung Eilendorf informiert.

Die notwendigen Untersuchungen hätten stattgefunden, die Anträge zur Genehmigung seien eingereicht worden, hieß es. Der Wasserverband stuft den Haarbach dabei als „Mittelgebirgsbach“ ein – was für Schmunzeln im Sitzungssaal sorgte.

Neue Böschung, neue Bäume

Am Nirmer Platz soll nun also allerhand Neues geschaffen, aber auch Vorhandenes beibehalten werden. So muss an der Betonmauer einiges eingerissen werden, der Bach erhält nämlich einen gänzlich neuen Wasserlauf.

Dafür wird eigens eine Böschung angelegt, auch neue Bäume sollen gepflanzt werden, und am Ende soll eine kleine, aber feine Erholungs-Oase entstehen. Vorgesehen sind mehrere Sitzsteine, die zum Verweilen einladen sollen, um auf den Haarbach schauen zu können.

Das vorhandene Geländer wird umgebaut und auf der anderen Seite des Baches neu errichtet. Durch die Anlage eines Uferstreifens will der Wasserverband eine Aufwertung erreichen. Ziel sei es, einen offen geführten Haarbach zu bekommen.

Die vorgestellten Planungen fanden in der Bezirksvertretung große Zustimmung aus allen Fraktionen. Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler (CDU) begrüßte das Vorhaben, mit dem der Wasserverband Eifel-Rur 2013/14 beginnen möchte, da man kurz vor der Genehmigung stehe. Denn das Projekt geht einher mit einem warmen Geldstrom von oben: 80 Prozent der Finanzierung übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen, den Rest der Mittel stellt der Wasserverband bereit.

Obstwiese als Ausgleich

So sprachen auch die Sozialdemokraten in der Bezirksvertretung von einer „vernünftigen Sache“, die Grünen wünschten sich bei der Neuanlegung des Bachlaufs, dass auch hochwertige Bäume dort gepflanzt werden. Allerdings muss auch Grün weichen: Der Wasserverband Eifel-Rur will die erforderliche Fällung einiger Bäume mit der Anlegung einer Obstwiese ausgleichen.

Wegen der anstehenden Baumfällungen machen sich die Anwohner allerdings kein Kopfzerbrechen, wie in der Fragestunde zu hören war. Die seien sowieso „zu groß geworden“, wie es hieß, die grünen Riesen versperrten die Sicht, wodurch auch die Sonne kaum noch zu sehen sei. Ein klar formulierter Wunsch der Anwohner lautete denn auch: künftig bitte kleinere Bäume.

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