Mitmachen und schauen: Holger Otten eröffnet neue Wege im Ludwig Forum

Von: bre
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Möchte mit dem neuen Konzept mehr junge Leute ins Museum bekommen: Holger Otten, neuer Kurator für Kunstvermittlung am Ludwig Forum. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mit einem neuen Konzept startet das Ludwig Forum in sein Herbst-Winter-Programm. Anders als bisher wird nun das Ausstellen verstärkt mit aktiver Kunstvermittlung kombiniert. Das Ziel: eine offenere Interaktion mit den Museumsbesuchern.

„In Deutschland ist das noch etwas Besonderes”, erklärt Holger Otten, der seit Mai dieses Jahres den eigens für das neue Konzept entstandenen Posten als Kurator für Kunstvermittlung besetzt. Hierzulande sei Museumspädagogik fast immer von den Ausstellungsorten getrennt. „Dabei ist das Ausstellen bereits eine Art der Vermittlung. Eine Trennung der Bereiche macht gar keinen Sinn”, fügt Otten hinzu.

Sein erstes großes Projekt am Forum kann sich sehen lassen: Er betreut den diesjährigen Aachener Kunstpreis. Gemeinsam mit dem Träger des Preises, dem polnischen Künstler Pawel Althamer, arbeitet der Kurator momentan am Konzept für die Ausstellung. Im Dezember wird sie anlässlich der Kunstpreisverleihung eröffnet. „Auch in dieser Ausstellung wird die Kunstvermittlung integraler Bestandteil sein”, verrät der 35-Jährige. Der Rest bleibt eine Überraschung. Nur so viel: „Es wird ein Kunstwerk für Kinder, das während der Ausstellungszeit von Kindern benutzt werden kann.”

Ebenfalls neu im Programm sind dialogisch gestaltete Führungen in Englisch und Niederländisch. Sie richten sich vor allem an Kunstinteressierte, die ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen möchten. Außerdem wird sonntags eine kreative Kinderbetreuung angeboten, die den Eltern mehr Muße für ihren Forumsbesuch lässt.

Auch das das Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene wurde in dieser Saison ausgeweitet. In Mode- und Graffitikursen können sich „Handwerker” selbst kreativ austoben. Und zum Start ins neue Semester gibt es eigene Führungen für Erstsemester und Erasmusstudenten. Denn eine Sache liegt Otten ganz besonders am Herzen: „Ich möchte mehr junge Leute ins Museum bekommen.”
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