Aachen - Mitarbeiter der Stadtverwaltung spenden über 10.000 Euro als „Restcent“

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Mitarbeiter der Stadtverwaltung spenden über 10.000 Euro als „Restcent“

Von: Marie Eckert
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Kleingeld mit Wirkung: Stephan Baurmann (Personalrat), Monika Janssen (Bunter Kreis), Andrea Weyer (Kinderschutzbund), Personaldezernent Dr. Markus Kremer und Angelika Holländer (Stadt Aachen) bei der Übergabe der Restcent-Spende. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zum 24. Mal haben sich die „Restcentbeträge“ der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Aachen geläppert – insgesamt 10 000 Euro sind über ein Jahr zusammengekommen. Die wenigen Cents hinter dem Komma, auf die bei der monatlichen Gehaltsabrechnung verzichtet wird, tun dem Einzelnen nicht weh, zusammen kommen aber schon seit Jahren immense Summen zusammen.

Und die gehen an gemeinnützige Projekte – in diesem Jahr, genau wie im vergangenen, an den Ortsverband Aachen des Deutschen Kinderschutzbundes und an den Verein „Der bunte Kreis“. Beide Spendenempfänger kümmern sich um Kinder und Familien. So unterstützt „Der bunte Kreis“ unter anderem Familien mit schwerkranken Kindern nach einer Krankheit zu Hause, bis sie „wieder Fuß gefasst haben“, wie Monika Janssen, Geschäftsführerin des Vereins, erklärte. Es gibt aber auch verschiedene Projekte für die Geschwisterkinder der kranken Kinder – und da stehen die Geschwisterkinder voll und ganz im Mittelpunkt. „Oft steht in den Familien das kranke Kind im Fokus und nicht selten werden die Geschwister selber krank“, betonte Janssen.

Der Kernbereich des Kinderschutzbundes in Aachen sei die Familienberatungsstelle, die spezialisiert ist auf Gewalt in Familien, sagte Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Ortsverbandes. Als Netzwerkpartner des „Bunten Kreises“ arbeitet man Hand in Hand zusammen. Die Spendengelder sollen vor allem in das Projekt „Akisia“ fließen, ein Angebot, das Kindern von Eltern mit psychischen Erkrankungen helfen soll. „Oft übernehmen die Kinder in diesen Familien dann auch die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister“, erzählte Weyer. „Bei den Angeboten von „Akisia“ lernen sie, dass sie nicht allein sind und dass sie gar nicht so funktionieren müssen.“ Außerdem erfahren sie mehr über die Erkrankungen ihrer Eltern, können ihnen einen Namen geben. „Das hilft den Kindern ungemein“, stellte Weyer heraus.

Beide Vereine freuten sich sehr über die Spende, Dr. Markus Kremer, Dezernent für Personal, Organisation, Stadtbetrieb, Feuerwehr und Umwelt, sprach den teilnehmenden Mitarbeitern seinen Dank aus. Denn: Nicht nur die Summe sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, auch die Anzahl der Mitarbeiter, die bei der Restcentspende mitgemacht haben, sei höher als zuvor, betonte Kremer. „Wir sind stolz, dass wir so eine Summe zusammengebracht haben."

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