Aachen - Mit „Turbo” stets zur Stelle

Mit „Turbo” stets zur Stelle

Von: leb
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Zwei starke Frauen in einem starken Ortsverband: Marita Lynen (links) und ihre Mitstreiter vom DRK Haaren mit Änne Knubben, die bereits seit 70 Jahren dabei ist. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Das Grubenunglück 1930, der Reisebusunfall 1937, der Militärbus, der 1941 in ein Kurzwarengeschäft fuhr - das sind nur ein paar Katastrophen, bei denen der Ortsverein Haaren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) tatkräftig zur Stelle war. Nun feierte der Verein in der alten Haarener Schule sein 100-jähriges Bestehen.

„Wie andere Vereine hat auch dieser einige Hürden überwinden und Tiefen durchmachen müssen, und trotzdem ist es doch immer gelungen, Helfer zu motivieren, sich sozial zu engagieren”, sagte Reiner Bertrand, Pressesprecher der Haarener Gemeinschaft, bei seinem Rückblick.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der Schwerpunkt bei der Sozialarbeit; so half der Ortsverein damals schon bei Massenimpfungen sowie Klein- und Schulkinderspeisen. Seit 1962 gibt es Seniorennachmittage mit Kaffee und Kuchen und seit nunmehr 40 Jahren dreimal jährlich eine Möglichkeit zum Blutspenden. Das älteste Mitglied, Änne Knubben, die auch an der Jubiläumsveranstaltung teilnahm, hat vieles miterlebt, denn sie ist schon seit 70 Jahren dabei.

Ferdinand Corsten, Bezirksbürgermeister von Haaren, lobte die zwölf aktiven Mitglieder: „Sie zeigen uns mit aller Deutlichkeit, dass man auch ohne materielle Vorzüge wichtige Dinge für die Gemeinschaft tun kann.”

Als „Turbomotor” bezeichnete Christoph Tiebels, erster Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Aachen-Stadt, Marita Lynen, derzeitige Vorsitzende des „kleinen, aber sehr, sehr feinen Ortsvereins”. Wie sehr ihr das Engagement beim DRK am Herzen liegt, zeigten ihre Tränen, als sie Änne Knubben als ältestes und langjährigstes Mitglied begrüßte. Marita Lynen bemängelte, dass es dem Verein an Nachwuchs fehle.

Aber vielleicht hat doch noch ein Kind beim tollen Nachmittagsprogramm mit dem Zirkus Configurani, der Rettungshundestaffel und einer Tombola Lust bekommen, sich irgendwann einmal zu engagieren.
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