Mit Solidarität Arbeitslosigkeit bekämpfen

Von: Katja Laska
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Sie hoffen auf eine breite Teilnahme: Gerd Mertens, Peter Brendel, Holger Brantin, Hans-Peter Bruckhoff und Peter Quadflieg (von links) sowie Anne Weisshaupt und Renate Weidner (rechts). Foto: Regionaldekane

Aachen. Arbeit zu finden ist nicht leicht. Sie zu behalten ebenfalls nicht. Schnell schnappt die Falle „Arbeitslosigkeit“ zu. Nicht nur bei älteren Menschen – auch bei Jugendlichen. „Niemand darf sich mit der Arbeitslosigkeit abfinden. Erst recht nicht junge Menschen. Sie starten doch gerade erst ins Leben“, sagt Holger Brantin, Sprecher des Katholikenrates Aachen-Stadt.

Bei diesem Start möchten die evangelischen und katholischen Kirchen im Raum Aachen eine Stütze sein und rufen zur traditionellen Solidaritätskollekte in den Messen am Samstag, 9. Mai und Sonntag, 10. Mai auf.

Die Jugendarbeitslosigkeit sei ein Gesellschaftsproblem, das nicht unter den Teppich gekehrt werden dürfe. Der Meinung ist auch Peter Quadflieg vom regionalen Leitungsteam Aachen-Stadt und kritisiert den Umgang mit jungen Arbeitnehmern, die „oft hingehalten werden und viel zu lange auf einen festen Arbeitsvertrag warten müssen“. Durch Defizite in Bildung und Qualifikation, fehlende Arbeitsplätze, Perspektivlosigkeit und das staatliche Einsparen von Förderprogrammen schafften es viele jedoch erst gar nicht in die Ausbildungsbetriebe.

Um diesen Mängeln entgegenzutreten, stehen der kirchlichen Initiative Experten zur Seite. Auch sie unterstreichen die Wichtigkeit der Kollekte: „Die Kluft zwischen den Anforderungen und dem, was Jugendliche in der Realität mitbringen, wird leider immer größer. Deswegen ist die Förderung der Jugendlichen umso wichtiger“, sagt Peter Brendel, Vorsitzender von „Pro Arbeit“, dem Dachverband der Arbeitsloseninitiativen.

Der Grundsatz der Solidarität, den sich beide Kirchen auf die Fahnen schreiben, führt sie jedes Jahr zusammen, und das schon seit mehr als 20 Jahren. Sie investieren jährlich etwa 400 000 Euro aus Kirchensteuergeldern, einem Solidaritätslauf und Spenden für die Langzeitarbeitslosen der Region. So werden unter anderem Fortbildungen und qualifizierte Bildungs- und Beschäftigungsarbeiten finanziert. Es ist allen Beteiligten ein „Anliegen, den Betroffenen zu helfen“, so der Referent im Büro der Regionaldekane, Gerd Mertens. Und zwar nicht nur durch das Sammeln von Spenden. Vielerorts stellen sich an dem zweiten Maiwochenende auch die Initiativen vor, die sich um arbeitslose Menschen kümmern und sie beraten.

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