Mit Ökostrom billiger ins Theater

Von: André Schaefer
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Stawag und Theater verständig
Stawag und Theater verständigen sich auf gemeinsame Klimaschutz-Ziele: (v.l.) Dr. Peter Asmuth, Inge Zeppenfeld, Harald Wolff, Andreas Maul und Udo Rüber haben den Kontrakt besiegelt - mit ganz praktischen Vorteilen für die Kulturfans. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. PET-Wasserflaschen sind kaum noch beim Personal des Theater Aachens zu finden. Und wer doch eine Plastikflasche mit zur Arbeit bringt, wird mittlerweile schief angeschaut. Das hat seinen Grund, denn das Theater Aachen fährt inzwischen eine ganz konsequente ökologische Linie.

Der Klimaschutz wird dort ab sofort ganz groß geschrieben. Neben zwei Ladestationen für Elektromobile, Energiesparlampen für die gesamte Beleuchtung und dem Beziehen von Fernwärme treibt das Theater Aachen den Klimaschutz seit dem 1. Januar mächtig voran und bezieht von der Stawag als Kooperationspartner ab sofort ausschließlich Ökostrom. „Wir wollen mit der Stawag gemeinsam zeigen, dass wir gleich ticken”, erklärt Theatergeschäftsführer Udo Rüber.

Für Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth sind Energie und Klimaschutz „zwei wesentliche Zukunftsthemen”. Da überrascht es kaum, dass sich die Stawag bis Ende 2013 das Ziel gesetzt hat, 30 Prozent ihrer Kunden mit Ökostrom zu versorgen (derzeit sind es rund 15 Prozent). Das Theater Aachen könnte bei dieser Angelegenheit ein durchaus nützlicher Partner werden. Denn wer vom 1. Februar bis 31. Juli zu Ökostrom wechselt, erhält das sogenannte „Grüne Abo”. Alle Abos des Theaters sind bei Vorlage einer Stawag-Kundennummer für die laufende und kommende Spielzeit so zum ermäßigten Preis erhältlich. „Damit haben wir eine gute gemeinsame Ebene gefunden”, erklärt Rüber. Abonnenten, die bereits seit kurzem Ökostrom beziehen, erhalten die Vergünstigung ebenso.

Doch damit nicht genug: Denn nicht nur hinter, sondern auch auf der Bühne wird der Klimaschutz gelebt - übrigens wortwörtlich. Seit einigen Wochen begeistert das Theater ihre Besucher mit dem Stück „Ein Jahr für die Ewigkeit - das erste CO2-freie Theaterstück der Welt”. Die beiden Schauspieler Julia Brettschneider und Philipp Manuel Rothkopf präsentieren auf der Bühne das Ergebnis eines einjährigen Selbstversuches, den eigenen CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. „Sowohl die Schauspieler als auch das gesamte Team des Stücks haben diesen Versuch unternommen. Plastikfreies Einkaufen, kein Klopapier nutzen, den Kühlschrank abschalten: Dabei gelangt man sehr schnell in Extreme”, weiß Dramaturg Harald Wolff, der mit gutem Beispiel voran geht. „In Sachen Klimaschutz reichen oft diese kleinen einfachen Schritte. Viele behaupten, dass es etwa teurer wäre, ausschließlich Bio-Produkte zu kaufen. Wenn man es richtig macht, stimmt das einfach nicht”, so Wolff.

Während das Stück weiterhin zu sehen ist, laufen zwischen dem Theater und der Stawag bereits weitere zukunftsträchtige Pläne in Sachen Klimaschutz. So prüfe man derzeit, ob das Installieren einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Theaters realisierbar sei.
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