Mit OB und Co. mitten ins Leben

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Wo drückt der Schuh in den Bezirken? Die Frage soll künftig im Mittelpunkt stehen, wenn Schusters Rappen bei den ersten „Stadtspaziergängen” im Wortsinn strapaziert werden.

Nicht auf den sprichwörtlichen leisen Sohlen, vielmehr mit möglichst zahlreichen Begleitern wollen die Repräsentanten der Stadt jetzt auf die Pirsch gehen, um Missstände und Verbesserungsvorschläge zu begutachten und zu sammeln. „Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen, uns Zeit nehmen, um die kleinen und großen Probleme vor Ort genau in den Blick zu nehmen”, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp am Freitag.

Den kommenden Dienstag hat sich folglich nicht nur der OB bereits dick im Kalender angestrichen. Auch die Bürgermeister-Kollegen Björn Jansen, Margrethe Schmeer und Hilde Scheidt stehen in den Startlöchern zur Premiere der politischen Kür nach dem Motto spazieren, parlieren und vor allem diskutieren.

Mit ihnen hoffen Herbert Henn, Bezirksbürgermeister in Brand, sowie dessen Stellvertreter Ute Reiber und Dieter Müller auf rege Beteiligung beim ersten gemeinsamen Rundgang durch „B1”, wie der Stadtteil rund um die Trierer Straße im Verwaltungsdeutsch genannt wird. „Wir freuen uns, wenn wir um 14.30 Uhr vor dem Bezirksamt an der Hochstraße möglichst viele Interessierte begrüßen können”, bekräftigte Henn. Die Marschroute führt dabei über Rollef- und Ringstraße Richtung Trierer Straße, Josefsallee und Schrouffstraße bis zum Brander Marktplatz. Anschließend, gegen 15.30 Uhr, laden die Politiker zur Sprechstunde ins Bezirksamt. „Vom Schlagloch im Asphalt über die Straßenbeleuchtung bis hin zu sozialen Problemen - wir wollen uns Zeit nehmen, um Anliegen und Kritik direkt zu besprechen”, erklärte Philipp; sozusagen in Gestalt eines „mobilen Rathauses”, wie Hilde Scheidt ergänzte.

In jedem Fall soll der Stadtspaziergang nämlich als feste Größe im politischen Terminplan verankert werden, unterstrich Philipp. Zielmarke: „Innerhalb eines Jahres wollen wir alle Bezirke auf diese Weise regelmäßig gemeinsam erkunden.” Selbstverständlich werden alle Beiträge spätestens bei der anschließenden Sprechstunde dokumentiert - entsprechende Formulare sind bereits gedruckt. Das Papier soll nicht allzu geduldig sein, versprechen die Mandatsträger. Scheidt: „Wir wollen schnellstmöglich reagieren und damit auch dem Vorwurf entgegentreten, die Politik sei nicht nahe genug am Bürger.”
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