Mit Mut und Entschlossenheit kämpfen

Von: Günther Sander
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Ein Apfeldornbaum vor dem Bezirksamt als Dankeschön: Das war eines der Geschenke, die Herbert Henn (l.) zu seinem politischen Abschied nach 50 Jahren zuteil wurde. Foto: Kurt Bauer

Brand. „Danke Herbert“, war auf zahlreichen Stickern zu lesen. Mit viel Dank wurde ein Mann geehrt und verabschiedet, der 50 Jahre kommunalpolitisch für Brand gewirkt hat. Herbert Henn (CDU) stand im Mittelpunkt eines großen Dankesfestes, dass ihm zu Ehren der CDU-Stadtverband im Pfarrheim von St. Donatus ausrichtete.

Nach einem Dankesgottesdienst in St. Donatus „knubbelte“ es sich im Pfarrheim, Vertreter aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Kirche und Vereinen und natürlich viele Brander Bürger wollten „ihrem Herbert“ zum Abschied persönlich danken.

Reden, Gesang, Blumen, Geschenke, Händeschütteln, die Feierstunde wollte kein Ende nehmen. Eine eigene Bank im Brander Wald, einen Apfeldornbaum vor dem Bezirksamt wurden ihm vorab schon zum Geschenk gemacht. Gastgeber der „Schluss-Party“ waren seine Brander Parteifreunde, allen voran Vorsitzender Herbert Hilgers, der die Festansprache auf einen „verdienten Brander“ und Freund hielt.

Familie im Mittelpunkt

„Wie schafft es ein Mensch in einer so schnelllebigen Zeit wie heute, sich im politischen Bereich 50 Jahre ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen? 42 Jahre davon als erster Bürger in unserem geliebten Stadtbezirk Brand“, lobte Hilgers. „Was prägt einen Menschen mehr als die Kinder- und Jugendjahre?“, fragte Hilgers, um dann Henns Lebenslauf zu skizzieren. Beruflich sei er ein „begnadeter Mensch seines Faches“, er habe sich seinen Wunsch, das Malerhandwerk zu erlernen, erfüllen können.

Die Familie, Frau Wilma, die Töchter Brigitte und Astrid, fünf Enkel und die Schwiegersöhne seien für Herbert Henn ein ganz wichtiger Punkt. 1961 trat er der Jungen Union bei, 1964 kandidierte erstmals im Wahlbezirk Freund. „Das war der Start einer langen politischen Laufbahn“, so Hilgers.

Meilensteine im politischen Wirken seien unter anderem das Naturschutzgebiet Indetal, Bebauung Brander Feld, Umbau Trierer Straße und Marktplatz, Verzahnung zum Bürgerverein als Klammer der Brander Vereine sowie das gute Verhältnis zur Kirche. „Herbert Henn ist kein Heiliger, aber ein gläubiger Mensch“, meinte Hilgers. Er sei ein Synonym für das „Brander Wir-Gefühl“, ein Mensch, der sich an seinen Aussagen messen lasse, ein Mann des Ausgleiches, ein guter Demokrat, der Mehrheiten akzeptiere und den Kompromiss nicht als notweniges Übel, sondern als das Ringen um die beste Lösung betrachte. Hilgers brachte das Geheimnis des Erfolgs auf den Punkt: „Man muss Menschen mögen.“ Lobes- und Dankesworte in Richtung Herbert Henn ließ OB Marcel Philipp folgen. Auch er würdigte den Bezirksbürgermeister in höchsten Tönen als einen Menschen, der immer für Menschen da gewesen sei.

„Danke, meine Damen und Herren, soll das erste und letzte Wort meiner kurzen Rede heute sein“, begann Herbert Henn sichtlich bewegt. Er fühle sich sehr geehrt. „Danke für Ihr Dabeisein und herzlich willkommen in unserem schönen Stadtbezirk Brand, einer der Herzschrittmacher unserer Stadt Aachen.“ Er sprach von einem Stadtbezirk mit hoher Solidaritätsgemeinschaft.

„Wo Gemeinschaft zusammensteht und zusammenhält, sind die Menschen zufriedener“, zitierte Henn aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Als Schlussbemerkung kam Henn auf Europa zu sprechen. „Europa bedeutet Frieden und Freiheit. Frieden ist das höchste Gut. Es lohnt sich, mit Mut, Entschlossenheit und ganzer Kraft dafür zu kämpfen. Allen Demokraten wünsche ich viel Erfolg“, sagte er unter tosendem Beifall und stehenden Ovationen.

Die Feierstunde gestalteten die Kinder der Marktschule mit der Kinderoper „Der Teufel im Dom“ von Günther Kerkhoffs, Leitung Vera Kerkhoffs, und die Chorgemeinschaften „Humor-Harmonie“ Brand sowie MGV „Hilaria“ Eilendorf, Leitung Kantor Ralph Leinen.

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