Mit kleinem Geld möglichst viel bewirken

Von: Amien Idries
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Heller soll es werden: Wie hier am Suermondtplatz sollen durch neue Beleuchtung und das Zurückschneiden von Pflanzen sogenannte Angsträume reduziert werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. 50.000 Euro pro Jahr sind aus städtebaulicher Sicht „Peanuts”, zumindest wenn man sie mit den zehn Millionen Euro vergleicht, die beispielsweise die Stadtteilerneuerung Aachen-Ost gekostet hat.

Aber auch mit kleinem Geld lässt sich in den Augen von CDU, SPD und Grüne etwas erreichen. Wenn man es sinnvoll einsetzt. Den Beweis wollen die drei Fraktionen im Suermondt Viertel sowie im Bereich am Gasborn antreten.

Für diesen innerstädtischen Bereich, zu dem auch die künftige Kaiserplatzgalerie gehört, hatte die Politik bereits im Jahr 2008 eine Rahmenplanung in Auftrag gegeben, die schließlich im März 2010 vorgestellt wurde.

Herzstück dieses Plans ist die sogenannte „Suermondt-Gasborn-Promenade”, welche entlang der Achse zwischen dem Platz an der Ecke Harscampstraße/Lothringer Straße sowie dem Vorplatz der Stadtbücherei entstehen soll. Allein, für den ambitionierten Plan fehlt derzeit das Geld.

Frühestens 2014 können Städtebaufördermittel in das Projekt fließen. Deshalb hat der Rat die Verwaltung im März damit beauftragt auszuloten, wie man die knappen städtischen Mittel möglichst sinnvoll nutzen kann. Die wird die Ergebnisse ihrer Überlegungen am kommenden Donnerstag dem Planungsausschuss vorlegen.

„Entlang der von den Planern angedachten Promenade gibt es zahlreiche Plätze, bei denen man die Aufenthaltsqualität mit geringen Mitteln erheblich steigern kann”, erläutert Maike Schlick, planungspolitische Sprecherin der CDU.

So soll durch das Zurückschneiden von Pflanzen und neue Beleuchtung beispielsweise der Suermondtplatz deutlich aufgehellt werden. Dadurch wollen die Politiker sogenannte „Angsträume”, das sind Bereiche, in denen Bürger sich nicht sicher fühlen, reduziert werden.

Als weitere Maßnahme ist geplant, neue Bänke sowie Radabstellmöglichkeiten zu installieren. Der Gehweg soll, beispielsweise im Bereich Harscampstraße Ecke Gottfriedstraße, verbreitert werden. „Wir erhoffen uns dadurch, dass Fußgänger die Straße besser queren können und die Außengastronomie profitiert”, erklärt Michael Rau, planungspolitischer Sprecher der Grünen.

Auch die SPD - der erste Impuls stammt noch aus rot-grünen Zeiten - ist mit an Bord. „Es geht darum, mit kleinen Maßnahmen die urbane Lebensqualität zu erhöhen”, sagt der planungspolitische Sprecher der Sozialdemokraten Norbert Plum.

Angesichts der breiten Mehrheit ist davon auszugehen, dass der Verwaltungsvorschlag, der zunächst für dieses und das kommende Jahr 90000 Euro vorsieht, problemlos sowohl Ausschuss als auch Rat passieren wird. Noch in diesem Jahr könnte mit den kleinere Arbeiten begonnen werden.

Diese Sofortmaßnahmen seien aber keinesfalls als Ersatz für den im Rahmenplan vorgesehenen großen Wurf gedacht. „Um das Viertel langfristig städtebaulich anzugehen, muss man viel Geld in die Hand nehmen”, stellt Rau klar.
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