Aachen - Mit Jazz das neue Jahr begrüßen

Mit Jazz das neue Jahr begrüßen

Von: Robert Baumann
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Versprechen feine „Lieblingss
Versprechen feine „Lieblingsstücke”: (von links) Jürgen Sturm, Lothar Galle-Merkel, Hans Günter Eisele, Anirathak, Ludger Schmidt und Heribert Leuchter, die (nicht im Bild) mit Ryan Carniaux und Ludger Singer das Artn Schutz Orchester bilden. Sie spiele zwei Neujahrskonzerte in der Klangbrücke. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Chemie stimmt - musikalisch und zwischenmenschlich. Das hört und spürt man sofort. Die Jazzmusik des achtköpfigen Ensembles vom Artn Schutz Orchester schallt durch die Klangbrücke an der Kurhausstraße.

Zwischen den einzelnen Stücken scherzen die Musiker herum. „Er ist der einzige von uns, der alle Instrumente beherrscht. Das ist fast schon ein Genschaden”, piesackt Gitarrist Jürgen Sturm seinen Kollegen Ludger Singer. Dieser nimmt es mit Humor, wie alle hier. Von Anspannung oder Nervosität vor den beiden anstehenden Neujahrskonzerten am 1. und 2. Januar ist bei den Proben des Ensembles nichts zu spüren.

Jährlich und bereits zum sechsten Mal findet das Neujahrskonzert des Artn Schutz Orchesters in der Klangbrücke statt - eine Veranstaltung des Musik-Labels „Luxaries Records” mit Unterstützung des Kulturbetriebs Aachen und der Gesellschaft für zeitgenössische Musik.

Das Ensemble präsentiert sich seit Jahren in immer wechselnden Konstellationen und setzt sich aus Berufsmusikern von „Luxaries Records” zusammen. In diesem Jahr mit dabei: Sängerin Anirahtak, Trompeter Ryan Carniaux, Cellist Ludger Schmidt, Gitarrist Jürgen Sturm, Pianist Ludger Singer, Bassgitarrist Lothar Galle-Merkel, Hans Günter Eisele am Schlagzeug und Saxophonist Heribert Leuchter.„Wir haben ein gemeinsames Grundverständnis über das, was wir mit Musik verbinden. Wir haben eine ähnliche Genese und ein gemeinsames Repertoire. Es gibt große Übereinstimmungen”, erklärt Saxophonist Leuchter.

Die Gestaltung des Konzertes entspricht einem improvisatorischen Umgang mit flexiblen Arrangements zu Kompositionen von Leuchter, Singer und Sturm. „Unsere Musik gäbe es ohne Jazz nicht. Was wir spielen, kann man als europäischen Jazz bezeichnen”, erläutert Sängerin Anirahtak, die während der Konzerte auch zu den Instrumenten greifen wird.

Seit 2004 existiert das Artn Schutz Orchester. Ins Leben gerufen wurde es von Jürgen Sturm und Anirahtak. Erklärtes Ziel des Orchesters ist es, die klanglichen Möglichkeiten üblicher Klein- und Kleinstbesetzungen zu erweitern und die gewachsene Spieltradition zu kultivieren. „Wir leben in einer zementierten Zeit. Als Jazzmusiker und Musiker der improvisierten Musik wirken wir diesem Zeitgeist entgegen. Solch ein Umgang mit der Musik ist in unseren Augen ein schützenswerter Umgang”, erklärt Sturm den Orchesternamen „Artn Schutz”.

Gut eineinhalb Stunden wird das Ensemble an den ersten beiden Januartagen in der Klangbrücke performen. Dabei mischt das Orchester seine kollektiv arrangierten Jazzstücke zu einem Konzert aus Eigenkompositionen, „Lieblingsstücken” der Vorjahre und Uraufführungen. „Es gibt einen formalen Ablauf und eine dramaturgische Reihenfolge. Letztendlich spielen wir aber nie genau das, was wir im Vorfeld geprobt haben”, sagt Leuchter lächelnd. „Die Musik wird immer neu kreiert. Das sind weit mehr als nur Interpretationen. Lassen wir uns überraschen”, sagt Leuchter vor den heutigen Abschlussproben und blickt, wie seine Musiker-Kollegen, voller Vorfreude auf die beiden anstehenden Konzerttermine.

Karten für die beiden Neujahrskonzerte am Sonntag, 1. Januar (18 Uhr), und Montag, 2. Januar 2012 (20 Uhr), sind für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) unter 0241-75414, per Email unter aso@luxaries.de und im AZ-Ticketshop in der Mayerschen Buchhandlung erhältlich.
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