Mit geballter Kraft gegen rechte Parolen

Von: Matthias Hinrichs
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Klare Botschaft selbst für einfache Gemüter: Am Freitag wurde das Transparent gegen rechtsradikale Hetze am Theater aufgehängt. Die Vertreter des Runden Tischs, allen voran OB Marcel Philipp (r.) und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (6.v.l.), laden zum großen Festäng gegen Nazis am Elisenbrunnen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Weggucken gilt nicht – und wird am Samstag womöglich schwieriger denn je. Wenn die Aktivisten der neonazistischen Partei „Die Rechte“ vom Hauptbahnhof Richtung Theaterplatz marschieren, sollen sie quasi auf Schritt und Tritt daran erinnert werden, dass sie in dieser Stadt nichts zu suchen haben – und keinen Nährboden für ihre menschenverachtenden Parolen finden.

Das betonte OB Marcel Philipp am Freitag beim Ortstermin mit zahlreichen Vertretern des „Runden Tischs gegen Rechts“ vor dem Theater Aachen.

Letzteres nämlich soll den Demonstranten als erstes nicht nur seine blanke Hinterseite zeigen, falls die tatsächlich, wie allseits erwartet, über die Theaterstraße zur Kundgebung unterm Fröhlichen Hengst ziehen. Seit Freitag prangt an der Rückfront des Musentempels ein zwei mal fünf Meter großes gelbes Banner, das manchem notorisch politisch braun Gefärbten bekannt vorkommen dürfte. „Wir sind Aachen. Nazis sind es nicht“, prangt in riesigen Lettern auf dem Transparent, das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach aus gegebenem Anlass zum Einsatz gekommen ist.

„Einmal mehr hat sich jetzt gezeigt, dass die Aachener ohne langes Zögern an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, Geschlossenheit gegen rechtsradikale Parolen zu zeigen“, sagte der OB im Beisein von Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie Vertretern der Ratsparteien und zahlreicher Organisationen, die sich auf Beschluss des Stadtrats seit 2010 am Runden Tisch zusammengefunden haben. Auch die Alemannia betonte am Freitag ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Initiative.

Am Samstag soll die Botschaft den Weg der Rechten zudem in Gestalt zahlreicher Plakate in Fenstern und an Laternenmasten begleiten. Sie sind weiterhin zum Nulltarif in den Museen und im Rathaus erhältlich. Der OB und seine Mitstreiter von VHS, Kirchen, Gewerkschaften und Parteien setzen derweil auf ein kunterbuntes Volksfest abseits der von der Polizei längst hinter verschlossenen Türen abgesteckten Aufmarsch-Pfade – aber nicht weit entfernt. „Wir sind stolz, dass wir ohne Probleme ein großes Party-Programm ausschließlich mit Aachener Künstlern unterschiedlichster Herkunft auf die Beine stellen konnten“, sagte DGB-Chef Ralf Woelk im Namen des Bündnisses. Los geht‘s um 18 Uhr am Elisenbrunnen.

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