Aachen - Mit einer Weihnachtsmarktbude fing es an

Mit einer Weihnachtsmarktbude fing es an

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:
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So schön können Gummistiefel sein... jedenfalls dann, wenn sie aus Dänemark kommen. Dass das Partnerland in der Zeltstadt des CHIO ein eigenes Dorf hat, ist eine der Neuerungen in diesem Jahr. Und dort – im „Danish Village“ – gibt es auch diese kunterbunte Stiefelsammlung zu bewundern. Fotos : Harald Krömer Foto: Harald Krömer
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Candy Sprenger und Janine Grassow feiern mit ihrem Mode-Label Soccx in diesem Jahr ihre CHIO-Premiere.
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Das Familienunternehmen „iWest“ gehört zu den Veteranen unter den Ausstellern. Der Tiernahrungshersteller ist seit fast 30 Jahren dabei.

Aachen. Es sieht aus wie immer, es riecht wie immer und es wirkt auch wie immer, aber „wie immer“ gibt es eigentlich gar nicht beim CHIO. Denn irgendwie ist es doch „immer“ ein bisschen anderes als im Jahr davor oder im Jahr davor. Da gibt es andere Reiter, andere Pferde, andere Sieger und anderes Wetter.

Und auch im Ladendorf ist garantiert wieder etwas dazugekommen oder an eine andere Stelle gerückt. Stillstand kennt Ulrich Fischer und sein „Messe und Veranstaltungs“-Team nicht.

In diesem Jahr ist die augenscheinlichste Neuerung ganze 530 Quadratmeter groß und erstreckt sich vor dem Soerser Zelt. „Danish Village“ heißt die Attraktion, mit der sich das Partnerland Dänemark unter anderem mit Ferienhaus, Reitutensilien und Gummistiefeln präsentiert. Drei königliche Kutschen sind dort ebenfalls ausgestellt – und weil die Organisatoren Holzschnitzel auf dem Boden verlegt haben, riecht es dort auch ganz anderes als der Besucher es eigentlich gewohnt ist.

Wie ein richtiges Ladenlokal

Aber auch im Rest des Ladendorfes mit seinen 230 weißen Zelten hat sich etwas getan. In zwei Zelten feiert in diesem Jahr das Fashion-Label Soccx aus Hoppegarten bei Berlin seine CHIO-Premiere. Soccx präsentiert moderne, klassische Damenbekleidung. Das Zelt wirkt wie ein richtiges Ladenlokal inklusive Ledersessel, in dem die Partner etwas verschnaufen können, während ihre Herzdamen im Sortiment stöbern. Und dieses Sortiment biete „für jeden Anlass das passende Outfit“, erklärt Pressesprecher Chris Götz. Fünf Linien führt die Marke, beim CHIO „stellen wir unsere Premium-Linie Soccx Black vor“, sagt Brand-Managerin Candy Sprenger. Inspiriert ist die Linie von Sportarten wie Reitsport, Golf und Tennis und ist daher auch etwas elitärer ausgerichtet, fügt Junior-Brand-Managerin Janine Grassow hinzu.

Da sind sei beim CHIO natürlich genau richtig: Ihre Zielgruppe – Frauen zwischen 25 und 45 Jahren – sei hier, die Atmosphäre sei toll und die Lage im Zentrum des Ladendorfs sei sehr gut. Damit hatten die Verantwortlichen aber auch gerechnet. „Wir waren bereits bei anderen Reitsportveranstaltungen vertreten, aber der CHIO ist das wichtigste Event in Deutschland“, sagt Chris Götz. Er kann sich gut vorstellen, dass sich das Unternehmen auch längerfristig in der Soers engagiert.

Natürlicher Kundenkreis

Bereits längerfristig dabei ist die Firma „iWest“ Tier-Ernährung Dr. Meyer & Co. Kg. Das Familienunternehmen aus Südbayern stellt seit 1986 seine Produkte in der Soers aus und gehört damit zu den Veteranen in der Zeltstadt. „iWest“ bietet Nahrungs-Ergänzungen und Diätfuttermittel für Tiere an, hauptsächlich für Pferde, erklärt Marketing-Referentin Eliana Kupisch. „Gesund durch Nahrung“ lautet das Firmenmotto. Im Zelt des Unternehmens, das dem des CHIO-Debütanten Soccx zufälliger Weise genau gegenüber liegt, sind verschiedene Eimer und Behälter gestapelt. Beim CHIO dabei zu sein, ist für „iWest“ eine logische Konsequenz. „Weil hier unser natürlicher Kundenkreis ist und der CHIO Aachen das beste, schönste und interessanteste Turnier der Welt ist. Das Turnier der Turniere sozusagen“, sagt Eliana Kupisch.

Sie erinnert sich auch noch daran, wie es vor fast 30 Jahren in der Soers aussah, als die Bayern erstmals beim CHIO ihr Zelt aufschlugen. „Zu Beginn befand sich der Ausstellerstand in Weihnachtsbuden. Der damalige Manager prüfte jeden Aussteller auf CHIO-Tauglichkeit und man war froh, wenn man die Musterung bestanden hatte.“ Statt Pommesbuden habe es Obst- und Jogurtstände im kleinen gemütlichen Rahmen gegeben. „Auch konnte jeder Aussteller sein eigenes Zelt mitbringen – allerdings wurde um 22 Uhr der Strom abgeschaltet und man musste im Dunkeln abbauen.“ So etwas wäre heute natürlich undenkbar, niemand kann mehr sein eigenes Zelt mitbringen, dafür gibt es rund um die Uhr Strom.

Heute ist es professionell, damals war es heimelig. Eliana Kupisch erzählt: „Die Reiter und die Funktionäre waren noch nicht so abgeschottet, ein Miteinander war an der Tagesordnung. Aber wir gehen immer wieder gerne zum CHIO, alleine schon um unsere Patenbäume zu besuchen.“ Und eine Sache hat sich laut Eliana Kupisch in all den Jahren dann doch nie geändert: Das „CHIO-Feeling“ sei jedes Jahr wieder da - wie immer.

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