Mit der Zeit und auch neue Wege gehen

Von: Lukas Weinberger
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Klaus Wißmann (Vierter von rechts) und seine Vorstandskollegen freuen sich mit den Geehrten Alexander Bunn, Corinna Sokoll, Philipp Gensicki, Julia Kremer und Maja Walz (vorne von links). Foto: Lukas Weinberger

Düren/Aachen. Seinen Abschied hat Norman Meurer lange geplant. Als der Radsportbezirk Aachen vor zwei Jahren in große Not geraten war, hatte Meurer die Zügel als Vorsitzender in die Hand genommen. „Ich habe aber damals gesagt, dass ich das höchstens zwei Jahre machen kann“, erklärte er beim Bezirkstag in Düren.

Meurer hat es geschafft, den Radsportbezirk wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen – und seinem Nachfolger, den er selbst vorschlug, eine gute Grundlage hinterlassen.

Der Bezirk wird künftig von Klaus Wißmann geführt, der als Koordinator für Mountainbiking bereits zwei Jahre Erfahrungen im Vorstand sammelte und einstimmig gewählt wurde. „Meine Aufgabe besteht größtenteils aus Moderation und Vernetzung“, erklärte Wißmann. Er will sich beispielsweise darum bemühen, dass die „jungen Wilden“ – Mountainbiker, Cross-Country-Fahrer und andere – einen Platz in den traditionellen Radsportvereinen finden.

Unterstützen werden ihn im Vorstand weiterhin Norman Meurer, der für ein Jahr als Geschäftsführer gewählt wurde, und Rainer Albrecht, der in seinem Amt als Kassierer bestätigt wurde. Außerdem wurden die Koordinatoren Ulrike Homrighausen (Bahnfahren), Franz-Josef Offergeld (Radball und Radpolo) und Raul Sous (Presse) einstimmig gewählt.

Bei den Diskussionen hatte sich schnell ein allgemeines Credo gezeigt: „Wir müssen mit der Zeit gehen!“ Meurer appellierte, dass der Radsportbezirk, in dem 29 Vereine zusammengefasst sind, auf neue Vereine zugehen sollte. Die Zahl stieg zwar leicht auf 1353 Aktive, dennoch gibt es ein arges Nachwuchsproblem. Lösungsansätze gibt es bereits: „Wir gehen in die Kindergärten, um den Kindern dort das Radfahren näherzubringen“, erklärte Jugendkoordinator Ralf Homrighausen. „Radfahren ist schließlich etwas, das jeder beherrschen sollte.“ Man müsse dazu animieren, wieder mehr Wege auf dem Rad zurückzulegen. Um wirkliche Rennen ginge es dabei aber nicht unbedingt.

Außerdem will der Radsportbezirk mit der Teilnahme an einem Seminar für gezielte Mitglieder-Werbung auf die rückläufigen Zahlen reagieren. „Auf die klassische Tour geht es einfach nicht mehr“, plädierte Meurer. „Wir müssen neue Wege gehen.“ Dass vermutlich im Februar ein 150 Mitglieder starker Verein in den Radsportbezirk eintreten wird, macht jedenfalls schon einmal Mut.

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