Aachen - Mit dem Handy durch den „Bösch“

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Mit dem Handy durch den „Bösch“

Von: kaa
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Aachen. Für viele ist der Aachener Wald ein beliebtes Ausflugsziel. Ein gut ausgebautes Streckennetz mit vielen Hinweisen zieht sich durch den Wald. Inzwischen ist dabei ein beträchtlicher Schilderwald zusammengekommen, den die Stadt in einem neu überarbeiteten Orientierungssystem wieder entschlacken möchte.

Doch Information könne im digitalen Zeitalter ja auch anders aussehen, vor allem an einem Technologiestandort wie Aachen. Darum regen die Grünen in einem Ratsantrag an, im Zuge der Neugestaltung des Orientierungssystems auch digitale Informationssysteme im Öcher Bösch zur Verfügung zu stellen. „Durch die Smartphone-Technologie passiert heute vieles mobil“, so Hermann Josef Pilgram, Ratsherr im Betriebsausschuss Kultur. Per QR-Code, der sich mit einem Smartphone einscannen lässt, werden die Informationen durch Verlinkung auf entsprechende Internet-Seiten direkt abrufbar.

So können Wanderer oder Mountainbiker Streckenprofile abrufen, aber auch die Entfernung zur nächsten Bushaltestelle oder Rastmöglichkeit ließe sich so ermitteln. Darüber hinaus, könne die Information über diese Service-Angebote hinausgehen, indem auch Informationen zum Ökosystem Wald, der Bewirtschaftung oder zu Kulturdenkmälern, wie den Weihesteinen am Augustinerweg per Smartphone abgerufen werden können. „Das Ziel ist, die Info da hinzubringen, wo sie noch nicht verfügbar ist“, so Achim Ferrari, Bürgermeister des Bezirks Aachen-Mitte. „Und der Aufwand dafür ist vergleichbar gering.“

Denn die meisten Informationen sind bereits auf verschiedenen Internet-Seiten zugänglich. Die QR-Codes, die die Info dann direkt in den Wald bringen sollen, lassen sich leicht und kostengünstig mit entsprechenden Apps erstellen. Ebenso können Smartphones über eine App mit entsprechenden QR-Scannern ausgerüstet werden. So unkompliziert wie die Technik soll auch die Umsetzung funktionieren.

Die Grünen wünschen sich ein Bürgerprojekt, bei dem nicht nur die Stadt, sondern verschiedene Interessengruppen, wie Naturschutzverbände, Wanderer oder Heimatforscher mitarbeiten. „Das Waldinformationssystem ist ein Experiment und könnte auch auf andere Bereiche übertragen werden“, so Hermann Josef Pilgram. Denkbar wäre beispielsweise eine mobil abrufbare Übersicht über den Stand der Baustellen in Aachen oder Hinweise zu Aachener Sehenswürdigkeiten.

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