Mit dem Geländefahrrad durch Schlamm und über Wurzeln

Von: Günter Jekubzik
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Im Bikerpark am Dreiländereck ging es am Wochenende hoch her: Die Geländefahrer trugen ihre Meisterschaften aus. Foto: Jekubzik/Kerschbaum
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Den nötigen Schwung holten sie sich an der Holzrampe. Foto: Jekubzik/Kerschbaum

Aachen. Der Wald zeigt sich in besten Herbstfarben, am Samstag kamen vor allem am Dreiländer-Eck ein paar Neon-Töne hinzu: Im Bikepark fanden die 3. Mountainbike-Vereinsmeisterschaften vom jungen Sportverein „Geländefahrrad Aachen“ statt.

Ausgerüstet mit Helmen und Protektoren am Rücken sowie in meist grellen Trikots ging es unter Techno-Klängen vom Jury-Zelt auf sechs Teilstücken kurvig und akrobatisch, durch Schlamm und über Wurzeln rasant bergab.

Frisch rausgeputzt

Die Organisatoren unterwarfen den Bikepark, den sie in den letzten Jahren in bemerkenswerter Eigenleistung aufgebaut hatten, bereits im Vorfeld einem Herbst-Putz. So war eine ausgesprochen gute, wetterfeste Stimmung rund um die Sportler und Organisatoren festzustellen.

Was aus solchen Initiativen erwachsen kann, zeigten wieder mal die niederländischen Nachbarn: Sie veranstalteten am letzten Wochenende im Sittarder Tom Dumoulin Bikepark die Niederländische Meisterschaft für die Jugend und nur einen großen Rad-Sprung vom Dreiländereck entfernt in Landgraaf bereits im Juli die große nationale Meisterschaft.

Beim Club „Geländefahrrad Aachen“ stürzten sich 52 Starter trotz feuchten, windigen Wetters bei gutem Publikumsinteresse die Hügel hinab. An den Flatterbändern fanden sich sowohl kleinste Rad-Fans auf ihren Laufrädern ein, als auch Väter, die zum Anfeuern durch die Büsche kraxelten. Passend zum Ort erklangen Sprachen aus drei Ländern, die Teilnehmer kamen aus dem ganzen Altkreis. Auch das Fernsehen war dabei, ein Beitrag wird am Montagabend in der Lokalzeit des WDR laufen.

Besonders die steile Startrampe sorgte für atemberaubende Geschwindigkeiten, die Kurvenlage wurde zeitweise überreizt und letztlich blieb kein Trikot trocken.

Die professionelle Zeitnahme mit Transpondern am Rad und Empfängern am Start und Ziel der sechs auf Zeit zu fahrenden Strecken ergab die Sieger in vier Klassen: Bei den Frauen siegte Mirijam Buhr vor Christina Krampe und Hannah Engelke. Bei den Junioren bis 18 Jahre setzte sich Nico Kamps vor Alex Beckers und Carl Dorndorf durch. In der Kategorie „Men“ (18-30 Jahre) war Daniel Heirat der Schnellste, ihm folgten Amin El Boubsi und Christoph Schmidt. Und bei den Master Men (über 30 Jahre) hatte Bernd Marx die Nase vorn vor Lukas Sparla und Jens Breuer.

Nach den Läufen war Aufräumen angesagt, bevor die Sieger an der Grillhütte Karlshöher Hochweg stilgerecht selbstverständlich „outdoor“ geehrt wurden.

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