Mit dem Bulli ins Juwelierfenster: Bewährungsstrafe

Von: wos
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Nach dem Überfall auf den Juwelier am Holzgraben: Polizeibeamte sichern Spuren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Juweliergeschäft Küpper am Aachener Holzgraben war im Sommer 2015 Ziel eines spektakulären Blitzeinbruchs geworden. Ein Trio von Tätern hatte sich aus dem Großraum Paris und aus Brüssel auf den Weg gemacht, um in Aachen Beute zu machen.

Für die Tat musste sich am Mittwoch der 30-jährige Vitalie M., ein in Brüssel wohnender Moldawier mit rumänischen Pass, vor Gericht verantworten. Er soll mit zwei weiteren Tätern an dem nächtlichen Überfall beteiligt gewesen sein. Das Zielobjekt war das bekannte Juweliergeschäft am Holzgraben, das schon im Oktober 2014 überfallen worden war.

Die Tat geschah am frühen Morgen des 26. August wenige Minuten vor 5 Uhr. Da fuhr das Trio mit einem zuvor in Aachen-Sief geklauten Camping-Bulli rückwärts in die Schaufensterauslagen des Juweliers. Die Scheibe zerbrach, der Haupttäter aus Paris stieg durch das zersplitterte Panzerglas in die Auslage und reichte die teuren Markenuhren nach draußen.

Dort stopften die Mittäter, darunter der jetzt angeklagte M., die wertvollen Chronometer in einen Eimer. Pech für das Trio: Ein stiller Alarm rief, unbemerkt von den Tätern, die Polizei herbei.

Der Mann in der Auslage wurde gefasst, die beiden anderen flüchteten. Das Schöffengericht verurteilte M. am Mittwoch für die Tat zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, er war bisher nicht vorbestraft. Ein Täter hatte bereits eine gleichartige Strafe bekommen.

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