Mit 40 km/h rund um Dom und Rathaus

Von: Kristina Toussaint
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Fest im Sattel: Am Samstag sind die Fahrer wieder hautnah in der Innenstadt zu erleben. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Aachen. Mit dem Fahrrad durch die Aachener Innenstadt – schon in gemütlichem Tempo kann das ganz schön holprig sein. Ein Radrennen „rund um Dom und Rathaus“ bezeichnen viele also nicht umsonst als verrückt. Dennoch oder gerade deshalb trägt der Aachener Radsportclub Zugvogel das außergewöhnliche Rennen am kommenden Samstag zum 41. Mal aus.

Über 100 Radsport-Amateure und Halbprofis wagen sich auf die gefürchtete Strecke – und können auf die Anfeuerungsrufe von 6000 Zuschauern hoffen. Auf 900 Metern führt die Rennstrecke vom Markt rund um Rathaus und Dom bis auf den Münsterplatz, bevor sich die Fahrer den Büchel hinauf zum Ausgangspunkt kämpfen.

Im Vorrennen treten rund 60 Fahrer aus der C-Klasse an und haben auf 45 Runden etwa 40 Kilometer zu bewältigen. Im Hauptrennen begeben sich etwa 50 Fahrer aus den oberen Amateurklassen sowie ehemalige Profis oder Halbprofis in 80 Runden auf eine 72 Kilometer lange „tour de force“.

„Entweder, man mag das Rennen, oder nicht – für die Fahrer gibt es da nur schwarz oder weiß“, so Michael Schweizer, der mit der Startnummer 1 für das Team des RC Zugvogel antritt. Als einzigartig bezeichnet er die Kombination aus Kopfsteinpflaster, das 95 Prozent der Strecke ausmacht, und steilem Anstieg. Der Sieger von 2011, bis ins vergangene Jahr im Profiradsport zuhause, freut sich sehr auf das gut besetzte Rennen.

Als austragender Verein ist der RC Zugvogel, ältester Radsportclub Aachens, mit über 30 ehrenamtlichen Helfern für die Organisation des Renntages verantwortlich. Unterstützt wird der RC dabei von der Aachener Bank. Ein derart spezielles Radrennen fördere den Sport und seine Fahrer, schaffe eine besondere Atmosphäre für die Zuschauer und sei somit eine Bereicherung für die Stadt, so Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank.

Die Absicherung der Strecke und des besonderen Untergrunds unter Berücksichtigung städtischer Auflagen, Auf- und Abbau stellen einen enormen Organisationsaufwand für den Radsportclub dar. Doch die Atmosphäre, die durch die Zuschauer entlang der Rennstrecke und auf dem Markt entsteht, entschädigt. Runde um Runde fiebere das Publikum dem Starterfeld entgegen, ist Guido Diefenthal vom RC Zugvogel sicher.

Zwischen den beiden Rennen können potenzielle Nachwuchs-Radsportler die anspruchsvolle Strecke austesten. Schüler, die im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften des Radsportclubs eine Fahrraderziehung erhalten, haben so die Möglichkeit, in den Rennsport hinein zu schnuppern.

Das Traditionsrennen startet mit dem ersten Starterfeld am Samstag, 2. Juli um 17.30 Uhr. Um 19 Uhr geht das zweite Feld an den Start. Fußballfans müssen jedoch nicht bangen, den Anstoß des Deutschlandspiels zu verpassen: bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h wird die Zielfahne für die letzten Fahrer gegen 20.30 Uhr fallen.

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