Mit 36 „Sachen” im Bobby-Car

Von: Alexander Barth
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Freuen sich vor allem als junge Rennfahrer über die Kraft der Sonne: Sechs Schülerteams treten beim 2. Aachener Solar Cup am 30. Juni an. Mit ihnen fiebern Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth, Umweltdezernentin Gisela Nacken, Bürgermeister Björn Jansen sowie die Mitorganisatoren Ute Melchior, Dieter Begaß und Adolf Schulze (von links) auf den Pistenkrimi per Bobby-Car. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Am 10. September wird sich zeigen, wer das beste Händchen im Umgang mit dem Kinderklassiker Bobby-Car in Sachen amtlicher Rennwagen hat. Denn bei der Auftaktveranstaltung im Ford-Saal des Super C am Templergraben erhielten die Teilnehmer lediglich Bausätze für das Fahrzeug wie für den Anhänger, der später die antreibenden Photovoltaikzellen tragen soll.

Die kleinen Rennboliden entstehen erst in den kommenden Monaten.

Insgesamt gehen sechs Teams an den Start, das bedeutet: Sechs Aachener Schulen treten gemeinsam mit einem Kooperationsunternehmen an. Zum Beispiel die Hauptschule Aretzstraße gemeinsam mit der Sotech GmbH, die Heinrich-Heine-Gesamtschule mit dem Institut für Verfahrenstechnik der RWTH. Der Bogen der Unterstützerfirmen ist weiter gespannt als noch bei der Erstauflage. Ebenso sind alle Schultypen vertreten.

Neben dem Umweltaspekt und dem Sinn für Nachhaltigkeit sollen die Schüler auch für eine mögliche Berufswahl und ergebnisorientierte Projektarbeit sensibilisiert werden. „Die erneuerbaren Energien sind eindeutig auf dem Vormarsch, das wird zukünftig auch für den Arbeitsmarkt interessanter”, sagt Dr. Peter Asmuth vom Vorstand der Stawag. Während die Schüler neugierig die Bausätze der Bobby-Cars und den Anhänger untersuchen, betrachtet Klaus Buschhüter das ausgestellte Vorführmodell.

Er ist Lehrer am Inda-Gymnasium. Die Kornelimünsteraner sind zum zweiten Mal dabei, diesmal mit der Stawag als Partner. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Daniel Marburger begutachtet er das aufgemotzte Bobby-Car. „Da kann man noch einiges machen, auch wenn es Vorgaben einzuhalten gilt.”

Ein Blick in die Wettbewerbsregeln verrät: Weder der optischen Kreativität noch der Tuning-Lust sind unüberwindbare Grenzen gesetzt. So sind neben den Originalteilen erlaubt: elektronische Regelungstechnik, Kondensatoren, Spurenverbreiterungen, Stromlinienverkleidungen. „Natürlich wollen wir ordentlich auf Geschwindigkeit kommen”, lacht Buschhüter. Der Konstrukteur hat einen Spitzenwert von 36 km/h genannt. „Da weiß man dann auch, warum Sicherheitskleidung vorgeschrieben ist”, sagt er.

Bis zum 30. Juni haben die Schülerteams nun Zeit, ihr technisches Konzept und einen Aufsatz zum Thema „Mein Arbeitsplatz der Zukunft” einzureichen. Wenn am 10. September im Rahmen der Aachener Solartage der Cup ausgetragen wird, hoffen alle Teilnehmer auf ein Einsehen des Aachener Wettergottes. Damit es wirklich - in Abwandlung des Slogans des Hauptunterstützers - heißt: „Powered by Sonne”.
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