Mit 17 schon ein großes Vorbild

Von: Marie Eckert
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Vorbildliches Engagement: Hajer Kerkeni, Abiturientin an St. Ursula, erhielt den Zonta-Preis von Tiraje Demirelli (links), Dr. Ulrike Eich und SL P. Biemans. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Hajer Kerkeni ist mit gerade einmal 17 Jahren schon ein großes Vorbild: Sie ist ehrenamtlich, sozial und politisch engagiert, hat zum Beispiel Spendenaktionen und Workshops organisiert und war aktiv im Bezirksvorstand der Städteregion Aachen.

Dafür wurde die Schülerin nun vom Zonta Club Aachen ausgezeichnet – und zwar am St. Ursula-Gymnasium, ihrem Gymnasium, an dem sie dieses Jahr ihr Abitur macht. „Zonta“ steht für einen internationalen Zusammenschluss von Frauen für Frauen. Sie bilden ein Netzwerk und setzen sich für benachteiligte oder gefährdete Mädchen und Frauen ein.

Einmal jährlich verleiht der Club den „Young Women in Public Affairs Award“, und zwar an Schülerinnen im Alter von 16 bis 19 Jahren, die verantwortungsbewusst sind, über Planungs– und Entscheidungskompetenz verfügen und sich überdurchschnittlich in Schule, Vereinen oder Organisationen engagieren. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Kleider für Marrakesch

Hajer Kerkeni erfüllt alle Kriterien in besonderer Weise. Als bestimmte und feinsinnige junge Frau, die weiß, was sie will, und den Blick fürs große Ganze hat, wurde sie bei der Preisverleihung im Gymnasium beschrieben. Schon in der 5. Klasse war sie Klassensprecherin, später Stufensprecherin, Mitglied in der Schülervertretung und schließlich Schulsprecherin. Sie setzte eine freiwillige Schulkleidung durch, um Gleichheit und Zusammenhalt zu fördern, sammelte Kleiderspenden für ein Kinderheim in Marrakesch, spielte Klavier in Alten- und Behindertenheimen und beschäftigte sich intensiv mit der Rolle der Frau – national und auch international.

„Ich freue mich schon lange auf den Abend heute“, begann die 17-Jährige. Neben dem Spaß, den sie an ihrem Engagement habe, lerne sie fürs Leben. „Es ist wichtig, Ideen kundzutun und sich durchsetzen zu können“, betonte sie. Koordinieren, organisieren und andere anspornen – daran hatte sie spätestens seit der 5. Klasse als Spaß. „Ich finde es wichtig, anderen Menschen klarzumachen, dass sie Dinge verändern können.“

Neben der Preisträgerin wurden am Abend auch die drei Bewerberinnen bedacht, die mit Hajer Kerkeni in der letzten Auswahlrunde standen. Melanie Bayo engagiert sich im Kinder- und Jugendverband „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ und bei verschiedenen Aktionen bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Marie Wuropoulos, ebenfalls Bezirksschülersprecherin der Städteregion Aachen, ist in der Nichtregierungsorganisation „Viva con Agua“ tätig. Elif Yildiz engagiert sich in einer Kindertrauergruppe und hat am Comenius-Projekt der EU teilgenommen, um sich für die nachhaltige Entwicklung einzusetzen.

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