Minister Kutschaty besucht Aachener Engel

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
14436871.jpg
Justizminister Thomas Kutschaty (l.) bei den Aachener Engeln zu Gast: Darüber freuten sich unter anderem deren Vorsitzender Martin Lücker und Mustafa Amadu. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Am Donnerstag informierte sich der Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen beim Aachener Engel e.V. über Gewaltprävention und Jugendarbeit. Ist Thomas Kutschaty da nicht eigentlich der falsche Minister? Ganz und gar nicht, findet der Besucher: „Ich habe einen guten Überblick über all das, was schief läuft. Denn die Fälle landen dann bei mir“, meinte Kutschaty nach dem 90-minütigen Gespräch mit Vorstand, Tutoren, Boxern, Nachhilfeschülern und Sponsoren des Vereins. Deshalb sei sein Ministerium ebenso wie die ganze Landesregierung sehr an frühzeitigen Hilfen interessiert. „Ein Haftplatz kostet 130 Euro am Tag. Dieses Geld würde ich viel lieber woanders ausgeben.“

Etwas mitgebracht hatte der Minister für die Aachener Engel nicht – außer ein offenes Ohr. Und genau das freute den Geschäftsführer und Vorsitzenden Martin Lücker besonders. „Es braucht keine neuen Gesetze, es braucht vor allem Menschlichkeit.“ Genauso funktioniere die Unterstützung der benachteiligten Jugendlichen durch den Verein: „Zwischen einigen klaren Eckpfeilern von Regeln kann das Glück wachsen.“ Dabei komme es darauf an, jeden Einzelnen mit seinen Potenzialen zu erkennen und ihn dort zu unterstützen, wo es notwendig sei.

Dafür wünschten sich die Aachener Engel vor allem, dass Träger und Vereine wie sie näher an die Vertreter von Justiz und Polizei heranrücken können. „Im Austausch miteinander lässt sich vieles klären – am besten schon, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, meinte Lücker. Genau diese Anregung nahm Kutschaty mit zurück nach Düsseldorf und versprach, Runde Tische für Sicherheit für bürgerschaftliches Engagement, wie das der Aachener Engel, stärker zu öffnen.

Seit 2005 setzt sich der Verein Aachener Engel e.V. für unverschuldet in Not geratene Menschen ein. Aktiv sind die Ehrenamtlichen vor allem für Krebspatienten in Notlagen, Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt oder von Unfällen sowie für die Integration von benachteiligten Jugendlichen. Letztere bekommen vor allem Unterstützung durch Sport und kostenlose Bildung. 56 ehrenamtliche Tutoren kümmern sich um Jugendliche und junge Erwachsene, die den richtigen Weg ins Erwachsenenleben noch nicht gefunden haben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert