Aachen - Miniphänomenta: Kinder lassen Badelatschen klingen

Miniphänomenta: Kinder lassen Badelatschen klingen

Von: Lucy Breucha
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ganz aufgeregt steht die achtjährige Zoé vor dem Ungetüm. Es ist eine Holzkonstruktion mit Saugluftvorrichtung. Sie hält eine dünne, runde Pressspanplatte an den Sog in der Decke des Konstrukts, sodass die Platte dort angesaugt wird und „kleben” bleibt.

Als sie das Gleiche mit einem Blatt Papier tut, fällt es zu Boden. „Und warum ist das so?”, will ihre Mutter, Silvia Mertens, wissen. „Weil das Papier zu leicht ist”, erklärt Zoé.

Allem Anschein nach funktioniert das Konzept der „Miniphänomenta”, einer Mitmachausstellung für Kinder mit naturwissenschaftlichen Experimenten aller Art. Ziel der Phänomenta ist es nämlich, dass Grundschüler naturwissenschaftliche Phänomene selbst entdecken und begreifen. Für den Lerneffekt werden von Lehrern zunächst keine Erklärungen oder Anleitungen gegeben. In den vergangenen zwei Wochen hat die Miniphänomenta in der David-Hirsch-Förderschule (DHS) für hörgeschädigte Kinder Station gemacht.

Zum Abschluss der Phänomenta sind die Eltern der Grundschüler für einen Experimentiernachmittag in die DHS gekommen. Aber Mama und Papa haben heute mal Sendepause. Denn: Die Kinder erklären das Geschehen. Dadurch sollen Eltern dazu motiviert werden, einzelne Stationen der Ausstellung zu Hause nachzubauen. In der DHS breitet sich die Miniphänomenta indes auf fast 200 Quadratmetern in drei Räumen aus. 40 verschiedene Experimente gibt es hier zu entdecken.

„Das ist einer der Renner bei den Kindern”, sagt Beatrix Heynkes, Lehrerin an der DHS. Sie zeigt auf einen Pylon mit gekappter Spitze. Über dem Hütchen schweben zwei grüne Luftballons. Sie werden von der Luft, die von unten durch den Pylonen geblasen wird, in der Schwebe gehalten. Einige Meter weiter steht das „Klopfophon”, ein Musikinstrument mit unterschiedlich langen, nach oben und unten offenen Plastikabflussrohren. Es wird mit einem Badelatschen gespielt: Indem man auf die Rohre klopft, erzeugt man verschieden hohe Töne. Überall sind eifrige Kinder damit beschäftigt, ihren Eltern die Experimente vorzuführen.

Oder sie sind ganz alleine auf Entdeckungsreise. „Die Große sehe ich gar nicht mehr”, sagt Silvia Mertens über ihre ältere Tochter Moana (11). Zoés persönliche Lieblingsstation steht einen Raum weiter: Eine Kabine aus schwarzem Stoff. Innen kann man eine Lampe einschalten, die alles Weiße leuchten lässt. „Das ist besonderes Licht”, weiß Zoé über die Schwarzlichtlampe. Und dann ist sie schon weiter, zum nächsten Experiment.
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