Aachen - Minigolf als Kunstprojekt im Moltkepark

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Minigolf als Kunstprojekt im Moltkepark

Von: Rolf Hohl
Letzte Aktualisierung:
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Bringen neuen Schwung in den Moltkepark: Dana Sáez, Axel Jansen, Lars Brunswicker und Miriam Schmalen (v.l.) stellten die Minigolfanlage im Rahmen des Projekts „Junge Kunst im Park“ vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Moltkepark hat es nicht leicht, städtebaulich „eingeklemmt“ zwischen dem Musikbunker am Frankenberger Park und der Maria-Montessori-Gesamtschule. Um der Anlage dennoch etwas mehr Leben einzuhauchen, gibt es das Projekt „Junge Kunst im Park“, das in den vergangenen Wochen verschiedenen Künstlern die Möglichkeit gab, im Kreativhaus zu arbeiten.

Die Kunstwerke, die dabei mit den Schülern und Parkbesuchern zusammen entstanden sind, sollen erhalten bleiben und noch lange von ihrem kreativen Schaffen zeugen. Jetzt wurde mit der mobilen Minigolfbahn das jüngste dieser Projekte vorgestellt.

In den vorangegangenen zwei Wochen gastierte dort nämlich Miriam Schmalen, die zusammen mit der Architektin Dana Sàez die insgesamt vier Bahnen entworfen und gebaut hat. Schmalen befasst sich in ihrem Masterstudium mit „urbaner Akupunktur“, also der gezielten Belebung bestimmter Stadtgebiete. In gewisser Weise war ihre Zeit als Künstlerin im Kreativhaus also auch ein Test ihrer Ideen unter Realbedingungen.

Mit dem Bau von Minigolfbahnen wählte sie dabei einen bewusst spielerischen, aber auch praktischen Ansatz: „Unser Anspruch war, dass die Bahnen mobil und leicht transportierbar sein müssen“, erklärte sie. Immer wieder seien während des Projekts auch ältere Leute und Schüler vorbeigekommen und hätten am Bau und der Gestaltung der Bahnen mitgearbeitet.

„Dabei haben wir den Park als Thema aufgegriffen und zum Beispiel Bäume und Sträucher als Stecksystem mit eingebaut“, sagte Schmalen. Die Holzleisten und Spanplatten zum Bau der Bahnen stammten dabei von den Überresten der archimedischen Werkstatt auf dem Katschhof.

„Minigolfbahnen sind einfach ein verbindendes Element. Überall, wo sie aufgestellt werden, kommen sofort Leute zusammen“, so Axel Jansen, Leiter der Jugendkunstschule in der Bleiberger Fabrik und Projektverantwortlicher. Auch als die variabel kombinierbaren Bahnen zum ersten Mal aufgebaut wurden, dauerte es nur ein paar wenige Minuten, bis sich die Schüler der benachbarten Maria-Montessori-Schule daran versuchten.

Jetzt bezieht der Künster Lars Brunswicker für zwei Wochen das Kreativhaus. Zusammen mit den Besuchern des Parks wird er kleine Betonfiguren entwerfen und als bleibendes Zeugnis seiner Arbeit eine große Schildkröte als Betonskulptur formen. Am Samstag, 30. September, sind dann zur Abschlussveranstaltung von „Junge Kunst im Park“ alle Besucher und Künstler noch einmal eingeladen, ab 16 Uhr gemeinsam zu feiern und die entstandenen Kunstwerke zu besichtigen.

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