„Minichamps”: Liebe zwischen Mensch und Maschine

Von: Sebastian Dreher
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Mit dem Silberpfeil auf eine Goldader gestoßen: Inhaber Paul Lang ist mit „Minichamps” auf Erfolgskurs. Zum 20. Geburtstag des Unternehmens wurde eine Ausstellung eröffnet, bei der auch dieser Mercedes C9, Le-Mans-Sieger 1989, zu sehen ist. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Autos haben bekanntermaßen eine enorme Wirkung auf Menschen, insbesondere auf Männer. Im Kindesalter gehören „Traktor” oder „Polizeiauto” zu den ersten Worten, die sich im Wortschatz der Jungen verankern. Bei vielen Leuten bleibt die Bindung zwischen Mensch und Maschine bis ins hohe Alter bestehen und äußert sich nicht selten in einer Sammelleidenschaft.

In der neuen Ausstellung der Firma „Paul´s Model Art GmbH”, besser bekannt als „Minichamps”, gehen für Sammler und Automobilnostalgiker Träume in Erfüllung. Auf 600 Quadratmetern wird das 20-jährige Firmenjubiläum begangen, dazu werden 3000 Exponate gezeigt. Eigentlich reicht die Firmengeschichte bis ins Jahr 1921 zurück, denn da wurde die Aachener Firma Danhausen gegründet.

Anfangs auf Fahr- und Motorräder spezialisiert, nahm das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg auch Spielwaren und Modellautos ins Programm. Im Jahr 1971 begann dann der Versandhandel, dafür wurden vorwiegend Autos aus Zinn verwendet, die als Bausatz oder Fertigmodell ausgeliefert wurden. Der Name „Minichamps” entstand 1990, kurz darauf wurde ein Vertrag mit einem Kerpener Go-Kart-Fahrer geschlossen: Michael Schumacher.

„Bis dahin war Formel 1 eine Randsportart”, sagt Paul Lang, Geschäftsführer und Inhaber der „Paul´s Model Art GmbH”. „Schumacher war für die Formel 1 das, was Steffie Graf für Tennis und Bernhard Langer für Golf war.” Die Lawine, die der deutsche Rennfahrer losgetreten hatte, machte sich für „Minichamps” bezahlt. Ab 1995 waren alle Formel 1-Rennställe bei Lang unter Vertrag. In 20 Jahren konnten rund 30 Millionen Modelle in 15.000 verschiedenen Varianten verkauft werden, darunter Rennwagen, Straßenautos, Motorräder und LKW.

Auch die Automobilindustrie wurde aufmerksam und ließ das Unternehmen neue Modelle vorab in Miniaturform konstruieren - unter strikter Verschwiegenheit natürlich. Wie bei allen ihren Modellen, bauen die „Minichamp”-Ingenieure millimetergenau nach Konstruktionsplänen, die sie von den Fahrzeugherstellern erhalten.

Die Ausstellung, die unter dem Motto „60 Jahre Porsche” steht, ist noch bis Mitte 2011 im „Minichamp”-Museum an der Charlottenburger Allee 49 zu sehen.
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