Aachen - Millionensegen für den Aachener Dom

Millionensegen für den Aachener Dom

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Der Dom im Blickpunkt der Fördermaßnahme: 3,5 Millionen fließen aus einem Bundesprogramm in die Sanierung und in Maßnahmen zur besseren Darstellung des Umfeldes. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Insgesamt rund 3,5 Millionen Euro fließen aus dem Förderprogramm des Bundes für die nationalen Unesco-Welterbestätten nach Aachen. Dies teilen die Stadt Aachen und das Domkapitel in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Eine von Bundesminister Wolfgang Tiefensee berufene Expertenkommission, der auch RWTH-Professor Kunibert Wachten angehörte, hat aus insgesamt 281 eingegangenen Förderanträgen 119 Anträge aus 50 Kommunen als besonders empfehlenswert eingestuft.

Diese sollen nun aus einem 150-Millionen-Paket gefördert werden. Mit Ausnahme des Dresdner Elbtals erhalten alle deutschen Welterbestätten eine Förderung. Zurzeit werden die Förderbescheide im Bundesbauministerium ausgearbeitet. Die Gelder können bereits Ende Juni fließen.

Von den auf 5 Jahre verteilten Fördermitteln für Aachen in Höhe von 3,5 Mio. Euro fließen etwa 900.000 Euro in die Dom-Information, 830.000 Euro in die Sanierung des Domes und ca. 1,7 Mio. Euro in die Gestaltung der Freiräume der Pfalz.

Die Förderung beträgt jeweils zwei Drittel der Gesamtkosten, der Eigenanteil liegt bei einem Drittel. Ausgenommen ist die Domsanierung. Hier beträgt die Förderung nur ein Drittel der Gesamtkosten.

Am Eigenanteil der Dom-Information beteiligt sich die Stadt Aachen zur Hälfte. Zum Eigenanteil an der Domsanierung steuert die Stadt 250.000 Euro bei. Der Eigenanteil an der Freiraumgestaltung liegt bei etwa 870.000 Euro. Er wird in Gänze von der Stadt Aachen getragen.

Dompropst Helmut Poqué freut sich über die Nachricht aus Berlin: „Es ist das erste Mal seit mehr als 2 Jahrzehnten, dass wir eine Förderung als UNESCO-Welterbe erhalten, allerdings ist die Förderung an erhebliche Eigenleistungen gekoppelt. Wir sind also auch weiterhin auf Spenden angewiesen.”

Gisela Nacken, städtische Baudezernentin und in dieser Eigenschaft auch zuständig für Denkmalschutzfragen, sieht in der Förderung „eine wunderbare Chance, die Informationsmöglichkeiten für Aachener Touristen zu verbessern, ihre Neugier auf Geschichte rund um die Pfalz Karls des Großen zu stillen und allein schon durch die Gestaltung von Flächen die Zusammenhänge zwischen Dom und Rathaus klar zu machen.”

Die zukünftige Gestaltung der Freiräume soll dazu beitragen, dem Besucher den Pfalzbezirk deutlicher zu machen. Erste Ideen gehen von einem „Band” aus, das den Pfalzbezirk umfasst. Tafeln sollen auf besondere Orte und Grundrisse hinweisen. Ein weiteres archäologisches Fenster soll am Rathaus entstehen. Für Blinde soll darüber hinaus ein zusätzliches Pfalzmodell erstellt werden.

Das Domkapitel plant auf der Nordseite des Doms einen so genannten Spolienhof, um dort die vorhandenen Spolien wie z.B. Wasser- bzw. Schmucksteine besser in Szene zu setzen.
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