Aachen - Milder Winter schont auch die Stadtkasse

Milder Winter schont auch die Stadtkasse

Von: Aljona Hartstock
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Aachen. „Der Winterdienst hat eigentlich nur im Februar stattgefunden”, berichtete Dieter Lennartz, Leiter des Winterdienstes, jetzt im Betriebsausschuss für den Stadtbetrieb. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es von Dezember bis Januar deutlich weniger Frosttage.

Dementsprechend weniger waren die Fahrzeuge des Winterdienstes im Einsatz, nämlich insgesamt rund 1900 Stunden.

In den beiden Vorjahren beliefen sich die Einsatzzeiten noch auf jeweils rund 6000 Stunden. Da auch der Streumitteleinsatz im vergangenen Winter bei nur etwa einem Drittel der Vorjahre lag (es wurden diesmal 920 Tonnen verbraucht), konnte beim maschinellen Dienst somit ordentlich gespart werden: Die Gesamtkosten beliefen sich hier auf knapp 180.000 Euro (in den beiden vorherigen Wintern lagen die Ausgaben zwischen 477.000 und fast 500.000 Euro).

Doch nicht nur die Fahrzeuge, auch die 278 Mitarbeiter des Winterdienstes mussten seltener ausrücken und waren damit 2025 Stunden im Einsatz. Im schneereichen Winter 2010/2011 waren es beinah 9000 Stunden. Der Streumittelverbrauch lag beim manuellen Winterdienst mit 140 Tonnen sogar bei fast nur einem Fünftel im Vergleich zum vorherigen Winter. Die Gesamtkosten für den manuellen Winterdienst lagen bei knapp 90.000 Euro.

Insgesamt hat der vergangene Winter die Stadt 267.000 Euro gekostet gegenüber 869.000 Euro 2010/11 beziehungsweise 718.000 Euro in der Saison 2009/10. Nach der Streumittelknappheit des Vorwinters wurde vorsorglich aufgestockt. „Wir haben sehr gute neue Verträge abgeschlossen und haben eine externe Lagerkapazität aufgebaut”, sagte Lennartz. Außerdem plane der Stadtbetrieb die Errichtung eines Streusalzlagers.

Trotz aller Vorsorge sei jedoch nicht jede Wetterlage jederzeit beherrschbar. Lennartz: „Wenn wir Winter haben, dann ist das eben so.”
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