Mies trifft Brecht: „rohestheater” zeigt prämierte Produktion

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
Kommt mit seiner Erfolgsproduk
Kommt mit seiner Erfolgsproduktion „Heilige Schlachthöfe” zurück auf die Bühne: Das „rohestheater” gastiert erneut auch in Berlin. Am 31. August präsentiert es seine Brecht-Adaption noch einmal an der Neuköllner Straße. Zudem gibt es eine Diskussion rund um Brecht und vor allem den Namenspatron der Truppe, Ludwig Mies van der Rohe. Foto: Wilfried Schumacher

Aachen. Bert Brecht trifft Ludwig Mies-van-derRohe - unter diesem Motto gibt es am Freitag, 31. August, ein Wiedersehen mit einer der erfolgreichsten Theatergruppen der Region, welche den beiden berühmten Köpfen gleichermaßen verpflichtet ist.

Aus gegebenem Anlass präsentiert das „rohestheater” der Mies-van-der-Rohe-Schule unter der Leitung von Eckhard Debour an diesem Tag noch einmal seine Produktion „Heilige Schlachthöfe - Ein Stück Brecht”. Bevor der Vorhang sich in der Schule an der Neuköllner Straße hebt, lädt der Verein „Mies-van-der-Rohe-Haus Aachen” um 20 Uhr zu einem Vortrag mit Diskussion über den großen Aachener Baumeister. In dessen Mittelpunkt soll unter anderem Mies Entwurf für das Theater in Mannheim stehen.

„Der Gedanke, dass Brecht und Mies van der Rohe sich gekannt haben müssten, ist naheliegend - beide waren während des zweiten Weltkriegs im Exil und haben viele Berührungspunkte”, erklärt Frank Medefindt, der den etwa 20-minütigen Vortrag halten wird.

Keineswegs zufällig ist die Inszenierung des „rohestheater”, die im Frühjahr Premiere feierte, noch einmal auf den Spielplan gehoben worden. Pünktlich zum 20. Geburtstag des Ensembles wurde die Produktion nämlich im Rahmen des Wettbewerbs „Schultheater der Länder” zur Teilnahme am bundesweiten Finale in Berlin auserkoren. Bereits zum fünften Mal ist es ihm damit gelungen, sich gegen große Konkurrenz auf Landesebene durchzusetzen. Als NRW-Vertreter wird die Truppe ihre Brecht-Bearbeitung am 20. September in der Bundeshauptstadt präsentieren, berichtet Debour.

Unterdessen setzt der Verein „Mies-van-der-Rohe-Haus” im Rahmen des „Heimspiels” seine Bemühungen fort, den berühmten Baumeister des 20. Jahrhunderts, dessen Karriere in der Kaiserstadt begann, wieder stärker ins kollektive Gedächtnis zu rücken. Sein Ziel ist es, Mies als wegweisendem Impulsgeber für Architektur und Design ein eigenes Haus in dessen Heimatstadt Aachen zu widmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert