Miele-Gruppe: Reinhard Zinnkann erhält Unternehmerpreis

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Verleihung des Unternehmerpreises: Er ging diesmal an Miele-Chef Dr. Reinhard Zinnkann (3.v.r.). Es gratulierten (von links) Dr. Walter Maassen, Professor Dr. Peter May, Professor Dr. Ulrich Daldrup, Oberbürgermeister Marcel Philipp und Rolf Beckers. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Im Rahmen eines Festakts im Quellenhof fand jetzt die Verleihung des diesjährigen Unternehmerpreises des Business Clubs Aachen Maastricht statt. Ausgezeichnet werden damit nur Personen, die als Unternehmer sehr erfolgreich waren oder sind und die sich neben ihrem Unternehmertum in nachhaltiger Weise für soziale, sportliche, kulturelle, humanitäre Zielewie auch für die Förderung von Wissenschaften eingesetzt haben.

Der elfte Träger dieser Auszeichnung ist Dr. Reinhard Zinkann. Er ist gemeinsam mit seinem Partner Markus Miele der geschäftsführende Gesellschafter der Miele-Gruppe. In seiner Laudatio stellte Professor Dr. Peter May heraus, dass Zinkann in dieser Position die weltweite Rolle von Miele und das Ansehen der Marke kontinuierlich weiter ausgebaut hat. „Er ist ein typisch familiengeführter Global Player made in Germany: ökonomisch erfolgreich, sozial verantwortlich und seiner ostwestfälischen Heimat verpflichtet.“

„Was es mir etwas leichter macht, Ihnen heute in der Rolle eines Preisträgers gegenüber zu treten, ist der Umstand, dass nicht nur ich selbst geehrt werde, sondern die Auszeichnung auch einem von zwei Familien geführten Unternehmen gilt, das seit über 100 Jahren begehrte Hausgeräte herstellt“, betonte Zinkann in seiner Ansprache.

Vor 118 Jahren wurde das Unternehmen Miele gegründet. Die ersten Produkte waren Melkmaschinen, aus denen durch einfache technische Veränderungen die erste Waschmaschine wurde. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist Miele weltweit führender Anbieter von Geräten für Haushalt, Gewerbe und medizinische Einrichtungen. Heute verzeichnet Miele vier Milliarden Euro Umsatz, hat 19.500 Beschäftigte und Vertriebstöchter in 48 Ländern.

„Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens wurzelt in einer Familientradition der Gesellschafter, die Dynamik und Zielstrebigkeit mit einer gewissen öffentlichen Zurückhaltung und Pragmatik verbindet“, sagte OB Marcel Philipp in seinem Grußwort.

Professor Dr. Ulrich Daldrup brachte als Vorsitzender des Business Clubs Aachen Maastricht in der Eröffnungsansprache sein Erschrecken darüber zum Ausdruck, dass 2017 eine Analyse von 1023 Tatort-Sendungen im Fernsehen ergab, dass mit 109 Morden nicht Berufskriminelle oder Auftragsmörder gezeigt wurden, sondern die Unternehmer als zahlenmäßig größte Mördergruppe. „Dieses Ergebnis spiegelt das verquere Bild der Unternehmer in den deutschen Medien wider, das es zu korrigieren gilt“, kritisierte er. Zinkann konnte zur Aufklärung beitragen. „Auf Unternehmerkongressen wurde diese Frage einmal dem wohl prominenteste Regisseur gestellt. Und Dieter Wedel antwortete: Unternehmer wohnen nun mal am schönsten und da könne man natürlich viel besser drehen, als im sozialen Wohnungsbau.“

Viele Ehrenämter

„Die Bereitschaft, sich einzubringen, sei es materiell und/oder in Form aktiven, ehrenamtlichen Engagements, Wohlstand abzugeben und/oder sich in anderer Weise einzubringen, stellt auch eine Form von Demut dar, die vor allem Erfolgreichen gut zu Gesicht steht“, hob der neue Preisträger in seiner Ansprache hervor. Wie nicht anders zu erwarten, spendete er die mit dem Unternehmerpreis verbundenen 5000 Euro der ältesten deutschen Bürgerstiftung in Gütersloh, deren Kuratorium er neben zahlreichen Ehrenämtern ebenfalls angehört.

Einen Überblick über das ehrenamtliche Engagement des erfolgreichen Unternehmers gab der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Walter Maassen in seiner Ansprache. Darunter finden sich: Aufsichtsratmandat im Beirat der Stiftung des Mozarteums Salzbrurg, Schatzmeister des Stifterverbandes der Wissenschaft sowie Vorstand der Familienunternehmer. Er ist bei mehreren Familienstiftungen aktiv, fördert lokale Sport- und Musikgruppen und unterstützt ein Kloster, das sich ausgesetzten Kindern im Libanon annimmt.

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