Meuterei im Bus: Reisegruppe verweigert die Weiterfahrt

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Aachen. Im Streit zwischen einer polnischen Reisegruppe auf dem Weg nach Spanien und zwei polnischen Busfahrern, die sichtlich mit ihren Nerven am Ende waren, hat am Wochenende eine gemischte Streifenbesatzung erfolgreich für Ruhe sorgen können.

Nach knapp 800 Kilometern Nonstop hatte sich eine kleine technische Panne eingestellt, als in Aachen weitere Fahrgäste aufgenommen werden sollten. Ein Reparaturdienst musste her.

Da Fachpersonal zur Reparatur von Reisebussen am Wochenende nur sehr schwer zu bekommen ist, verlängerte sich der Aufenthalt der Gruppe in Aachen um Stunden. Diese Zeit bei sommerlichen 30 Grad nutzte die Reisegesellschaft, um einen gewissen Missmut gegenüber dem technischen Zustand des Busses sowie gegen dessen Fahrer aufzubauen. Die Reisenden verweigerten partout die Weiterfahrt.

Jetzt kam die Polizei ins Gespräch. Besser gesagt, hinein in den Monolog der Fahrgäste. Jeder der knapp 30 Reisenden erklärte mangels fremdsprachlicher Kenntnisse mit Händen und Füßen seine Version der Verweigerungshaltung. Ebenfalls in Englisch und mit Zeichensprache das Schlichtungsverhalten der Polizisten und die Übermittlung der beruhigenden Worte des Mechanikers, dass halt alles wieder in Ordnung und der Bus technisch ok sei.

Nach knapp drei Stunden Aufenthalt erfolgte schließlich die Weiterfahrt nach Spanien. Dass die Polizisten alles richtig gemacht hatten zeigte sich bei der Abfahrt, als die Fahrgäste ihnen freundlich zuwinkten. Die Kollegen hatten bewusst nicht erwähnt, dass es seit Tagen in Spanien regnet.
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