Metamorphose wenn der Vorhang fällt

Von: Svenja Pesch
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Das Phosphor-Theater begibt sich auf eine Reise durch das Leben eines Schauspielers. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Er eröffnet diesen Abend. Er ist es, der lacht. Hysterisch lacht. Er, das ist ein Schauspieler, ganz der Künstler, ganz der Mensch im Rampenlicht, der den Applaus braucht. Wie Andere die Luft zum Atmen. Und was ist abseits des Spots? Wenn der schwere rote Vorhang fällt? Dann ist er ein Mensch mit Gefühlen, einem Leben voller Höhen und Tiefen.

Mit „Die Eröffnung“ von Peter Turini begibt sich die 2013 gegründete freie Theatergruppe „Phosphor-Theater“ auf eine Reise durch das Leben eines Schauspielers.

Dabei verschwimmt nicht nur die Grenze zwischen Schein und Sein zusehends, auch das Leben abseits des Rampenlichtes verbirgt mehr, als man auf den ersten Blick zu erkennen vermag.

Jens Eisenbeiser, Darsteller des namenlosen Schauspielers, ist vor allem von den zwei Seiten dieses Mannes fasziniert: „Es ist eine Geschichte, wie sie jeden betrifft. Als Schauspieler braucht man ein dickes Fell und es ist ein steiniger Weg. Die Chance, den Aufstieg schlechthin zu schaffen, ist sehr gering.“

Und selbst, wenn man auf der Bühne top ist, so ist das Zwischenmenschliche, das Emotionale oftmals eher das Gegenteil. Viele Türen hat Turinis Schauspieler schon zugeschlagen. Von seiner ehemaligen Karriere als Verkäufer von Freisprecheinrichtungen ganz zu schweigen. Aber das Theater symbolisiert für ihn eben die schützende Dunkelheit, den Ort, wo alles seine Ordnung hat.

Für Regisseur Raphael Fachner ist es seine erste „Ein-Mann-Produktion“: „Mich fasziniert vor allem die Sprache, die der Schauspieler benutzt. Es ist eine theatralische, poetische und gekünstelte Ausdrucksweise, die er permanent anwendet. Das Stück lädt das Publikum zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken ein.“

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