Aachen - Metalldiebe am Lousberg: Teufels Marktfrau abgesägt

FuPa Freisteller Logo

Metalldiebe am Lousberg: Teufels Marktfrau abgesägt

Letzte Aktualisierung:
20151111_0000970e5249b993_Marktfrau (2).jpg
Da kratzt sich selbst der Teufel am Kopf: Unbeaufsichtigt hockt er derzeit auf dem Lousberg. Foto: Stadt Aachen
20151111_0000970e5249b993_Marktfrau (1).jpg
Liegt sicher in Räumlichkeiten des Aachener Stadtbetriebs: die Marktfrau aus Bronze. Foto: Stadt Aachen
20151111_0000970e5249b993_Marktfrau (3).jpg
Mitarbeiter des Gebäudemanagements werden nun den verbliebenen Fuß und die Befestigung der Figur herausnehmen. Foto: Stadt Aachen

Aachen. Da fasst sich selbst der Teufel an den Kopf: Ein bedeutendes Element der Aachener Sagenwelt ist in Schieflage geraten. Denn besagter Teufel sitzt derzeit unbeaufsichtigt auf dem Lousberg. Die Marktfrau, die der Erzählung nach den Teufel davon abhielt, die Stadt und alle Aachener mit Sand zuzuschütten, ist weg.

Tathergang bisher unklar

Am Dienstag haben Metalldiebe nämlich offenbar versucht, die Statue zu entwenden. Die Polizei vermutet, dass die Diebe gestört wurden: Als die Polizisten den Tatort erreichten, lag die Dame am Boden. Allerdings etwas lädiert, der linke Fuß steht noch mit einem Teil der Befestigung neben dem Teufel am Ende der Kupferstraße. Dass die Täter mit einem Auto gegen die Marktfrau gefahren sind, kann wohl ausgeschlossen werden. Die Ketten und Poller, die 2012 zum Schutz der Figuren aufgestellt wurden, sind nicht beschädigt.

Da sich die Vollbronzefigur nicht einfach wegtragen lässt, wurde der Aachener Stadtbetrieb, der unter anderem für die Grünflächenpflege verantwortlich ist, um Hilfe gebeten. Mit einem Kranwagen hob ein Mitarbeiter die mit Gurten gesicherte Marktfrau auf die Ladefläche eines Lkw. Nun liegt die Marktfrau sicher in Räumen des Stadtbetriebs.

Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements werden sich nun der Marktfrau annehmen. Der Fuß und die defekte Befestigung müssen aus dem Boden herausgeholt werden. „Dann müssen wir uns genau überlegen, wie wir die Statue besser befestigen können“, sagt Engelbert Chaumet vom Gebäudemanagement. Ein Kunstschmied müsse später den Fuß wieder an die Statue anschweißen und sie mit einer neuen, stärkeren Edelstahlverankerung versehen. Dann erst kann sie zurück an ihren Standort. Chaumet schätzt, dass die Reparatur und Befestigung rund 6000 Euro kosten werden.

Auch wenn es schwierig sei, eine Firma zu finden, die mit solchen Aufgaben betraut ist, verspricht Chaumet, dass die Marktfrau zur Weihnachtszeit wieder auf dem Lousberg steht. Damit der Teufel keinen Schabernack treiben kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert