Aachen - Messerstiche ins Herz: Prozess wegen zweifachen Totschlags

Messerstiche ins Herz: Prozess wegen zweifachen Totschlags

Von: Wolfgang Schumacher
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Tatort der ersten tödlichen Attacke war die Wohnung einer 71-jährigen Frau in diesem Haus in der Oppenhoffallee. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Weil er eine 71-jährige Frau und einen 55-jährigen Mann mit Messerstichen getötet haben soll, muss sich seit Mittwoch der 31-jährige Sven W. vor dem Aachener Schwurgericht verantworten. Die beiden Taten ereigneten sich am 7. Mai dieses Jahres in der Aachener Oppenhoffallee und einen Tag später in einem Übergangswohnheim in der nahegelegenen Kongressstraße.

Angeklagt ist der Aachener Pflegehelfer Sven W., der die beiden Taten bei seinen polizeilichen Vernehmungen bereits zugegeben hat. Er habe dabei unter Drogen gestanden, hieß es von den Verteidigern Rainer Dietz und Osama Momen. Der Angeklagte werde auch im Prozess dazu stehen, die Tötungen begangen zu haben, erklärten die Anwälte. Er werde sich allerdings erst später dazu äußern.

Am 7. Mai soll der 31-Jährige gegen 11.20 Uhr die Wohnung der Frau betreten haben, um bei ihr ein Beruhigungsmittel zu kaufen. Die 71-Jährige war bekannt in der Drogenszene am Aachener Kaiserplatz. Sie habe mit allen möglichen Drogen gehandelt, wurde bei den Ermittlungen geäußert.

Anscheinend kam es zum Streit zwischen ihr und dem Angeklagten. Die 71-Jährige wurde mit einem Messerstich ins Herz getötet. Auf dem Rücken fanden die Ermittler noch weitere Einstiche.

Das zweite Opfer wurde tags darauf im Übergangswohnheim in der Kongressstraße auf fast dieselbe Weise mit Messerstichen in Brustkorb und Herz getötet.

In einer ersten Zeugenvernehmung schilderte ein Polizeibeamter, der mit seinem Kollegen als erster in der Oppenhoffallee vor Ort war, wie er und seine Kollegen die Erstochene hinter ihrer Wohnungstüre liegend aufgefunden hatten. Sie mussten den Körper wegschieben, um die Wohnung überhaupt erst betreten zu können. An der Leiche stellten sie den Einstich am linken Brustkorb fest.

Der Notarzt habe nicht mehr helfen können - es habe bereits Anflüge von Leichenflecken gegeben.

Der Pozess vor dem Schwurgericht unter Vorsitz von Richter Arno Bormann soll am 26. November weitergehen.

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