Messerattacke: Opfer in Lebensgefahr, Täter schweigt

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Der Täter ist gefasst und verweigert bislang die Aussage, das Opfer befindet sich nach wie vor in Lebensgefahr - so beschreibt Oberstaatsanwalt Robert Deller die Situation am Tag nach der brutalen Messerattacke auf eine Frau am Theaterplatz in Aachen.

Zwar habe sich der Zustand der mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper schwer verletzten Frau, die am Montagabend noch notoperiert wurde, mittlerweile stabilisiert, so Deller: „Aber die Ärzte können eine Lebensgefahr nach wie vor nicht ausschließen.”

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft müssen sich am Montagnachmittag zwischen 17.15 und 17.30 Uhr dramatische Szenen mitten in der Aachener City abgespielt haben. Der 38-jährige Täter betrat demnach die Räume einer Zeitarbeitsfirma am Theaterplatz, bei der er selber angestellt ist, und stach mehrmals mit einem Messer auf die ebenfalls dort tätige, gleichaltrige Frau ein. Danach flüchtete er zu Fuß.

Das schwer verletzte Opfer schleppte sich laut Staatsanwaltschaft auf die Straße und bat dort Passanten um Hilfe, die sofort den Notarzt und die Polizei alarmierten. Den Beamten konnte die Frau noch die Personalien des Täters geben, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Mann wurde gegen 19 Uhr in der Nähe seiner Wohnung von der Polizei festgenommen. Der AZ vorliegende Informationen, dass der mutmaßliche Täter am Vormittag des Tattages aus den Händen der Frau seine Kündigung entgegengenommen habe, konnte die Staatsanwaltschaft nicht offiziell bestätigen.

Dafür gebe es noch keine verlässliche Grundlage, verweist Deller darauf, dass weder vom Opfer noch vom Täter bislang Aussagen zum Tatgeschehen vorlägen. Die Frau sei wegen ihres kritischen Gesundheitszustandes noch nicht vernehmungsfähig, der Mann habe sowohl bei seiner ersten Vernehmung am Tatabend als auch bei einem zweiten Verhör am Dienstag keine Angaben gemacht.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet. Außerdem befindet sich der Mann inzwischen in Untersuchungshaft, nachdem ein Ermittlungsrichter dem Haftantrag der Staatsanwaltschaft am Dienstag stattgegeben hat.
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