Melaten: Zwei neue Forschungszentren nehmen Gestalt an

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Die ersten Spatenstiche fürs „Center for Digital Photonic Production“ sind geschafft: BLB-Geschäftsführer Martin Chaumet, Reinhart Poprawe, Leiter des Cluster Photonik, NRW-Ministerin Svenja Schulze, Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Christiane Melcher, Fachbereichsleiterin der Stadt Aachen, sowie Ute Willems vom BLB NRW und RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg (v.l.) legten Hand an.
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Fast fertiggestellt: das neue „Center for Generation Processes and Products“ in Melaten. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Gleich zwei Forschungsbauten im Campus-Projekt der RWTH bekamen am Montag hochkarätige Aufmerksamkeit: Beim „Center for Digital Photonic Production“ (CDPP) wurde anlässlich des Spatenstichs die Erde erstmals bewegt, am „Center for Generation Processes and Products“ (NGP²) wurde die letzte Decke betoniert und damit das Deckenfest begangen.

Kreative Milieus schaffen, Kompetenzen bündeln – dieser Forderung von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze kommen sicher beide Einrichtungen nach.

Dort, wo jetzt noch die Insekten Herren über ein Meer aus Blüten sind, soll zukünftig das Licht im Mittelpunkt stehen: Am CDPP im Cluster Photonik will Professor Dr. Reinhart Poprawe mit Mitarbeitern aus sechs Fachbereichen erforschen, wie es als Werkzeug in vielen innovativen Produktionsbereichen genutzt werden kann. Dafür werden Bund und Land gemeinsam 55 Millionen Euro investieren. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW.

„Ohne Licht sind die zukünftigen Innovationsfelder nicht mehr denkbar“, meinte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Nicht weniger als ein „Place to be“, einen Platz, an dem man als Wissenschaftler sein muss, sieht RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg im CDPP: „220 Milliarden Euro Produktionsvolumen des deutschen Maschinenbaus, davon 151 Milliarden für den Export, sind nur zu halten, wenn wir extrem innovativ sind.“ Dieser Herausforderung möchte sich Poprawe gern stellen: „Für uns liegt der Unterschied zwischen Fördern und Fordern nur in zwei Strichen auf dem O.“

Ähnliche Hoffnungen setzen die RWTH-Verantwortlichen, der Bund und das Land auf die Eröffnung des NGP². „Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und demografischer Wandel“ erwartet Ministerin Schulze. Einen „Leuchtturm für die Transformation hin zur Bio-Ökonomie“ sieht Rachel im NGP². „93 Milliarden Euro Importkosten für Kohle, Öl und Gas – das lässt sich bald einsparen“, sagte Schmachtenberg nicht ohne Augenzwinkern. Ob die Forschungen am NGP² im Bereich der Umwandlung von Biomasse zu neuer stofflicher Nutzung tatsächlich so viel einsparen, ließ Professor Alexander Mitsos, Sprecher der Aachener Verfahrenstechnik, bewusst offen.

Er freut sich darauf, nun bald mit der Arbeit an der dreistöckigen Bioraffinerie beginnen zu können – gut ein Jahr später als gedacht. Der Baubeginn verzögerte sich, weil „Neuanforderungen an Brandschutzklappen für chemische Abluft“ auf den Bauherren BLB zukamen, wie Geschäftsführer Dr. Martin Chaumet berichtete. Die 15 Monate bis zur Fertigstellung des Rohbaus, in den Bund und Land 39 Millionen Euro investieren, lagen hingegen voll im Plan.

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