Meister mit der roten Zipfelmütze

Von: Hanna Sturm
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Seine Fans nennen ihn ehrfürc
Seine Fans nennen ihn ehrfürchtig den „Meister”: Und dass Guildo Horn immer noch einer der ganz großen auf der Live-Bühne ist, das zegite er bei seinem Auftritt im Jakobshof. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Einen Hang zur medizinischen Fußbekleidung konnte die Band von Guildo Horn trotz ihres Namens nicht beweisen, dafür zeigten die „Orthopädischen Strümpfe” aber eine Vorliebe für ausgefallenen Kopfschmuck.

Originell und spannend

Auch der „Meister”, wie Horn von einigen Fans begrüßt wurde, hatte bei seinem Konzert im Jakobshof eine rote Weihnachtszipfelmütze auf der sonst so charakteristischen, nur mit einer langen Haarsträhnen überkämmten Glatze. Das passte auch zum Thema seiner Jubiläumstour „20 Jahre zärtliche Weihnachten”, mit dem er nach langer Pause in Aachen gastierte.

„Wir hoffen, dass wir wieder regelmäßige Gastspiele hier bei uns etablieren können”, sagt Rick Opgenoorth vom Jakobshof. Denn wer Horn wegen seiner Auftritte rund um den Eurovision Song Contest nur als Blödel-Schlagersänger einstuft, ist von seiner künstlerischen Vielfalt überrascht. Musikalisch reicht seine Bandbreite von Schlager über Pop und Rock bis zu Funk, Folklore und Klassik.

„Was er tut, ist schon sehr originell und spannend”, findet Opgenoorth. Denn auch abseits seiner eigenen Konzerte verfolgt Horn etwa mit seiner Show „Guildo sucht die Super-Band” seine ganz eigenen, einzigartigen Konzepte und gibt so zum Beispiel eine ungewöhnliche Antwort auf die Flut der Casting-Shows im Fernsehen.

Bei Horns Weihnachts-Show regiert von Anfang bis Ende die gute Laune. Vom ersten Akkord an wird getanzt und das zu wohl bekannten Klängen: Denn Horn hat legendäre Songs wie „Time Warp” aus der Rocky Horror Picture Show oder „YMCA” der Village-People umgetextet, und singt dazu nun - mit der entsprechenden großen Rocker-Geste - Texte wie „Kinder, es weihnachtet sehr”. Horns Begeisterung und Humor reißt mit und macht Spaß. Wer seine Lieder nicht so gut kennt, singt lautstark den Original-Text mit.

Das erübrigt sich im zweiten Teil des Konzerts, als Horn sich mehr dem „weltlichen Liedgut” zuwendet, wie er sagt. „Ich liebe Schlager”, gibt er zu und das Publikum pflichtet ihm lautstark bei. Und Horn singt nicht nur, sondern spielt auch Blockflöte zu „Wind of Change” und Kuhglocken zu „Er gehört zu mir”.

Kurzweiliger Abend

Horns Auftritt ist nicht nur Genre- sondern auch Generationsübergreifend, das Alter der rund 200 Gäste reicht etwa von 15 bis 65. Viele Besucher haben gleich noch ihre Eltern mitgebracht. Gemeinsam genießen sie einen kurzweiligen Abend, in denen weniger die weihnachtliche Besinnlichkeit, als vor allem der Spaß an der Freude im Vordergrund steht.
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