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Mehr Unfälle, weniger Verletzte

Von: tka
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Aachen. Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte – dies ist die zentrale Aussage der Verkehrsunfallstatistik der Polizei 2012. Demnach stieg die Zahl der Unfälle von 10.560 auf 10.793.

 Es müssen viele Blechschäden dabei gewesen sein. Denn gleichzeitig ging die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 1036 auf 979 zurück.

Sechs Tote werden dabei in der Statistik 2012 geführt. Ein 72-Jähriger starb auf dem Pariser Ring beim Versuch, an seinem Auto einen Reifen zu wechseln. Ein Beifahrer starb im April bei einem Unfall auf der Vaalser Straße. Zudem verunglückten ein Kradfahrer, ein Autofahrer auf dem Berliner Ring und zwei Fußgänger, darunter ein Säugling. Sechs sind war einer weniger als 2011 aber immer noch ein enorm hoher Wert, zumal in der gesamten Städteregion der Wert von 12 auf 18 gestiegen ist. Zur Erinnerung: 2010 waren es nur zwei Menschen, die bei Verkehrsunfällen starben.

Erfreulich, soweit dieser Begriff in Zusammenhang mit Verkehrsunfällen überhaupt geschrieben werden sollte, ist die deutlich rückläufige Zahl der Schwerverletzten. 98 werden hier angegeben, 2011 waren es noch 142. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 30 Prozent. Ebenso rückläufig sind die Anzahl der verunglückten Kinder (89, im 2011 waren es 115), wovon in elf Fällen Schulwegunfälle aktenkundig wurden, und Radfahrer (260, davor 286). Doch liegen beide Werte noch deutlich über denen von 2010.

Dennoch: Polizeichef Klaus Oelze und sein Direktionsleiter Verkehr, Polizeirat Bernd Kleefisch, werten das Zahlenwerk als Erfolg: „Durch unseren forcierten Personaleinsatz bei Verkehrskontrollen und gezielten Kampagnen ist es gelungen, unsere Ziele in vielen Feldern zu erreichen“, bilanziert Oelze. „Unsere gezielten Maßnahmen haben zudem dazu geführt, dass auch die Unfallzahlen bei den letztjährigen Sorgenkindern – junge Erwachsene und Fahrradfahrer – gesenkt werden konnten“, erklärt der Polizeipräsident. Oelze kündigte die konsequente Fortsetzung von Geschwindigkeitskontrollen an. Zu deren Bilanz: zehn Prozent der Geschwindigkeitsübertretungen waren so gravierend, dass Fahrverbote von mindestens einem Monat erfolgten.

Ausgeweitet werden laut Bernd Kleefisch die Kontrollen vor Schulen. Im Rahmen der Verkehrsunfallprävention werden die Verkehrssicherheitsberater und die Bezirksbeamten ihre Arbeit in Kindergärten und Schulen intensivieren. Obwohl im Vergleich zu 2011 die Anzahl der im Pkw verunglückten Kinder rückläufig ist, wurde bei Geschwindigkeitsmessungen und Gurtkontrollen vielfach festgestellt, dass Eltern ihre Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt hatten. Das spiegelt sich auch in der Art der Unfallbeteiligung der Kinder wider. 56 (in der Städteregion) verunglückten als Mitfahrer in einem Auto.

Noch ein paar Zahlen (aus der Städteregion): Die Anzahl der verunglückten jungen Fahrer reduzierte sich um 48 auf 431. Die Verkehrsunfälle mit Alkohol am Steuer sanken um 3,6 Prozent auf 237, auch die Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss sanken um 42 Prozent.

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