Aachen - Mehr Stellen für Sicherheit und Jugend: Stadt schafft 58 neue Stellen

Mehr Stellen für Sicherheit und Jugend: Stadt schafft 58 neue Stellen

Von: Matthias Hinrichs
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Knackpunkt Kinderbetreuung: Insgesamt 30,5 neue Stellen sollen 2018 vor allem bei Kitas und Schulen geschaffen werden. Foto: dpa
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Knackpunkt Sicherheit: 28 Beschäftigte sollen bei Feuerwehr und Rettungsdienst eingestellt werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein beachtliches Bündel zusätzlicher Aufgaben in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Ordnung, wachsende Anforderungen bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen und eine insgesamt prosperierende bauliche Infrastruktur fordern ihren Tribut. So könnte man die vorläufige Bilanz in punkto Personalentwicklung bei der Stadt zusammenfassen.

Will sagen: Vom dereinst mit so viel Nachdruck propagierten Ziel einer „verschlankten“ Verwaltung kann momentan keine Rede sein – im Gegenteil. 95 zusätzliche Stellen sollen im kommenden Jahr eingerichtet werden, 37 fallen weg; macht unterm Strich ein Plus von immerhin 58 Arbeitsplätzen.

Anlass genug für Personaldezernent Dr. Markus Kremer, die aktuelle Entwicklung im städtischen Stellenplan für das Haushaltsjahr 2018 zu erläutern und die wesentlichen Eckpunkte fürs kommende Jahr zu umreißen. Denn mittlerweile sind bereits über 5000 Menschen in den städtischen Dienststellen beschäftigt. 189,4 Millionen Euro sind im neuen Budget – vorbehaltlich der Zustimmung in den politischen Gremien – fürs Personal veranschlagt. Das entspricht knapp 20 Prozent des Gesamthaushalts 2018.

76,5 der neu geschaffenen Positionen entfallen auf Pflichtaufgaben. So werden für Bildung und Betreuung der Jüngsten im Ganzen 30,5 Stellen eingerichtet, die insbesondere im Kita- und im OGS-Bereich angesiedelt sind. 28 Posten kommen bei Feuerwehr und Ordnungsbehörden hinzu. 6,5 Stellen sind in der Bauverwaltung verortet, neun weitere auf dem weiten Feld der sozialen Dienstleistungen. Um 21 Arbeitsplätze wachsen die Kapazitäten unter anderem in den Bezirksämtern und bei der Digitalisierung.

Zur Bewältigung der freiwilligen kommunalen Aufgaben sollen zudem 18,5 Stellen eingerichtet werden. Auch diese werden vor allem benötigt, um die computergesteuerten Prozesse (und damit die Serviceaufgaben für die Bürger) weiter zu verbessern – was mittel- bis langfristig mit entsprechenden finanziellen Entlastungen im städtischen Gesamtbudget einhergehe, wie Kremer betonte. Dagegen werden infolge der jüngsten Entlastungen beim Zuzug von Migranten allein bei der Flüchtlingsbetreuung elf Posten eingespart.

Manche politische Debatte ist jetzt freilich zu erwarten: Gestern Abend stellte Kremer das Konzept dem Personal- und Verwaltungsausschuss des Rates vor. Allerdings sind 41 neue Stellen von der Politik bereits bewilligt worden, unterstreicht der Dezernent.

Was natürlich auch mit zusätzlichen Kosten einhergeht. Insgesamt werden die mit rund 6,1 Millionen taxiert, wobei der Löwenanteil über Fördermittel, Gebühren und andere Einnahmen refinanziert wird. Unterm Strich kalkuliert die Verwaltung daher mit einer zusätzlichen Belastung von rund 1,8 Millionen Euro. „Das entspricht also gerade einmal etwa einem Prozent des Gesamtetats und erscheint angesichts der Vielzahl neuer Herausforderungen, denen die Stadt sich zu stellen hat, durchaus verträglich“, so Markus Kremer.

Zumal auch im Personalmanagement mittelfristig erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssten – Stichwort demografische Entwicklung. Rund 1500 städtische Mitarbeiter scheiden in den kommenden zehn Jahren planmäßig aus; Ausbilder und andere, etwa handwerkliche Fachkräfte werden daher teils dringend gesucht. Deshalb sind rund sieben Prozent der Stellen bei der Verwaltung momentan nicht besetzt. Kremer: „Natürlich wachsen die Anforderungen ständig. Wir können deshalb nicht davon ausgehen, dass die Zahl der städtischen Beschäftigten in absehbarer Zeit effektiv schrumpft.“

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