Mehr Platz für Pkw am Klinikum

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
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Noch kostenlos, weil provisorisch: Auf dem alten Hubschrauberlandeplatz vor dem Klinikum ist Platz für 142 Pkw geschaffen worden. In Kürze startet die Ausgestaltung. Foto: Michael Jaspers
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Ausgleich für 183 gefällte Bäume: Am Steinbergweg sind am Dienstag die ersten jungen Säulenhainbuchen und Amberbäume gepflanzt worden.

Aachen. Viel Holz musste weichen fürs Blech am Klinikum. Am Dienstag hat die Stadt mit den ersten Ausgleichsmaßnahmen begonnen, nachdem vor Jahresfrist 183 Bäume auf dem großen Parkplatz Richtung Steinbergweg gefällt wurden. Dort sind zunächst je zehn junge Säulenhainbuchen und Amberbäume gepflanzt worden. Zahlreiche weitere sollen folgen.

Und während die seit langem geplante Schaffung zusätzlicher Kapazitäten für Kfz im Umfeld des Großkrankenhauses weitgehend abgeschlossen ist, sollen nun die Neugestaltung des – zurzeit provisorisch eingerichteten – Parkplatzes im Bereich des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes und die Realisierung einer neuen „Umwelttrasse“ über die Pauwelsstraße in die heiße Phase gehen. „Die Ausschreibung ist am 25. März erfolgt“, berichtet Wolfgang Mesenholl, Geschäftsführer des Büros MWM, das die Projekte im Auftrag von Stadt und Apag betreut. Mitte April soll das Verfahren abgeschlossen sein, damit die nächsten Bagger Mitte Mai anrücken können. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beendet sein.

226 neue Stellplätze sind durch die Reduzierung der Grünstreifen auf dem Areal zwischen Pauwels- und Kullenhofstraße inzwischen eingerichtet worden. Weitere 142 stehen seit Kurzem auf dem alten Landeplatz zur Verfügung. Damit hat das Uniklinikum seine Kapazitäten von vordem 1862 auf 2230 Einheiten erweitert. Die weniger gute Nachricht: Die Zeiten des Gratis-Parkens sind auch auf dem – allerdings bislang stets völlig überfüllten – Areal Richtung Westen bald passé. Die „Bewirtschaftung“ soll nach Fertigstellung der neuen Erschließung über die Kullenhof-straße, voraussichtlich im Juni, starten. Die Tarife für Besucher sind noch nicht festgelegt, teilte die Pressestelle des Uniklinikums gestern mit. Sie sollen sich aber an den bisherigen Gebühren im bereits kostenpflichtigen vorderen Bereich orientieren.

Während der „konventionelle“ Verkehr künftig in beide Richtungen über die Kullenhofstraße geleitet werden soll, bleibt die Pauwels-straße künftig für ÖPNV, Radfahrer und Taxis sowie Rettungs- und Lieferfahrzeuge reserviert. Direkt vor dem Hauptportal stehen 40 „Kiss & Ride“-Plätze für Kurzparker zur Verfügung, die Taxizone bleibt. Auf der großen Parkfläche stehen künftig 163 Frauen- und 37 Behindertenparkplätze zur Verfügung. Ferner wird am Portal Platz für weitere 200 Drahtesel und Motorräder geschaffen. Das gesamte Areal wird videoüberwacht.

Von den Plänen zum Neubau eines Parkhauses hat das Klinikum inzwischen allerdings Abstand genommen. Statt dessen setzt man aufs neue „UKA-Ticket“, das den Bediensteten den Umstieg auf den ÖPNV schmackhaft machen und über die Erlöse aus der Parkraumbewirtschaftung subventioniert werden soll. Auch die Schaffung eines neuen Park & Ride-Systems über einen kostenlosen Shuttle – möglicherweise vom Tivoli aus – ist weiter im Gespräch.

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