Mehr Platz für die Kleinsten in der Kita

Von: jgr
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Ein „Festäng“ und ein stolzer Rückblick: Über 20 zusätzliche Plätze freuen sich Kinder, Eltern und Erzieher der Kita an St. Elisabeth. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Seit der neue Rechtsanspruch auf Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren gilt, müssen bekanntlich auch in Aachen viele weitere U3-Plätze geschaffen werden. Die sukzessive Aufstockung ist jedoch ein Prozess, der schon viele Jahre vor der aktuellen politischen Debatte begonnen hat.

„Bereits 1996 haben wir den ersten Antrag auf Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren gestellt“, so Martina Winterscheidt, Leiterin der Kita Pro Futura St. Elisabeth. Im Jahr 2006 entstanden dort die ersten Plätze für Kinder unter drei Jahren. Dass seither insgesamt 20 neue Plätze geschaffen worden sind, sei neben den Zuschüssen von Land, Kommune und Gemeinde vor allem dem großen persönlichen Engagement von Martina Winterscheidt zu verdanken, sagt Heinz Zohren, Geschäftsführer von Pro Futura. Von den insgesamt 15 Einrichtungen der Pro Futura böten inzwischen 14 auch U3-Kitaplätze an.

„Die Kita St. Elisabeth zeichnet vor allem eine engagierte Leitung aus, die immer wieder bereit ist, sich der Kritik und den Anregungen der Eltern zu stellen und ihr Konzept ständig an die sich verändernden Bedürfnisse der Kinder anzupassen“, so Zohren weiter. Wie groß das Vertrauen und die Dankbarkeit der Eltern sei, zeige sich auch darin, dass viele Eltern zum Einsegnungsgottesdienst kamen, deren Kinder die Kita schon lange nicht mehr besuchen, so Winterscheidt. Und weiter: „Die Eltern vertrauen uns ihre Kinder an, deshalb ist das Wort ‚Erziehungspartnerschaft’ zu einem Schlüsselbegriff unserer täglichen Arbeit geworden.“

Durch die Schaffung neuer Betreuungsplätze und neuer Räumlichkeiten ist die Kita für Eltern und Kinder umso attraktiver geworden. „Es sind neue Gruppen-, Neben- und Schlafräume sowie ein Café entstanden, in dem sich die Eltern aufhalten können“, erzählt Zohren. Aus pädagogischer Sicht sei es besonders wichtig, dass diese Räume sogenannte „Bildungsräume“ seien, aus denen heraus sich die Kinder bestmöglich entwickeln können. So finden sich dort neben aufwendig gestalteten Klettergerüsten aus Holz, die die Motorik der Kleinkinder auf vielfältige Weise fördern sollen, auch sogenannte „Schlafnester“ in abgedunkelten Räumen, eine Küche sowie ein großes kindgerechtes Bad.

Zum Schluss eine weitere wichtige Zahl, die sich immer wieder dem bundesweiten Vergleich stellen muss: In der Kita St. Elisabeth kommen drei Erzieher auf 10 Kinder unter drei Jahren. „Eine Quote, die nicht schlecht ist, aber gemessen an Bundesländern wie Rheinland-Pfalz durchaus auch noch ausbaufähig“, so Zohren.

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