Mehr Kitaplätze für Eilendorf sollen her

Von: Peter Langohr
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Wird saniert und als Kita-Standort erheblich erweitert: Das Montessori-Kinderhaus an der Kaiserstraße soll auf eine Kapazität von fünf Gruppen ausgebaut werden. Foto: Michael Jaspers

Eilendorf. Wie auch schon in anderen Bezirken stand die „Kindertagesstättenbedarfsplanung 2017/ 2018“ auf der Tagesordnung der Eilendorfer Bezirksvertretung. Anders als in anderen Stadtteilen ist die Situation in Eilendorf relativ entspannt, wie Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule sowie Martina Pautsch, Teamleiterin im gleichen Fachbereich, den Politikern mitteilten.

Die momentane Versorgungsquote in Eilendorf bei den Kindern unter drei Jahren (U3) liegt bei 46,12 Prozent und bei den über drei Jährigen (Ü3) bei 89,17 Prozent. Damit schneidet der Sozialraum 7 im U3-Bereich besser ab als der gesamtstädtische Durchschnitt (44,42 Prozent). Im Ü3-Bereich liegt er dagegen wenige Prozentpunkte unter der Durchschnittsmarke aller 14 Sozialräume der Stadt von knapp 94 Prozent.

Bei jungen Familien sehr beliebt

Weitere Kita-Plätze sollen dennoch her im 15 700 Einwohner zählenden Stadtteil. Darin waren sich Bezirksvertreter und Verwaltung einig. Zum einen sollen so noch vorhandene Defizite im Vergleich zu den Sollzahlen ausgeglichen werden, zum anderen ist Eilendorf ein Stadtbezirk, dessen Einwohnerzahl stetig zunimmt. Besonders bei jungen Familien ist der Stadtteil beliebt.

Im Planungsverfahren befindet sich derzeit der Ersatzbau für das Montessori-Kinderhaus in der Kaiserstraße. Die bislang mit zwei Gruppen ausgestattete Einrichtung soll auf fünf Gruppen ausgebaut werden und so einen Teil des erhöhten Bedarfs aufnehmen.

Darüber hinaus ist die Verwaltung derzeit mit einem externen Kita-Träger im Gespräch über die Realisierung einer Kindertagesstätte im Rahmen eines Investorenprojekts in zentraler Lage in Eilendorf.

Beitbenden im Gespräch

Nach Auskunft der Verwaltung handelt es sich bei dem Träger um die „bip Bildung und innovative Pädagogik gGmbH“, die derzeit in Berlin zwei Grundschulen und drei Kindertagesstätten betreibt und im August dieses Jahres im Gebäude der auslaufenden Grundschule Barbarastraße in Rothe Erde eine Grundschule eröffnet.

Die Bezirksvertreter stehen diesen Planungen durchaus aufgeschlossen gegenüber, verweisen aber auf die Tatsache, dass es im Neubaugebiet Breitbenden bereits eine ausgewiesene Fläche für einen Kindergartenneubau gebe und der Zuzug junger Familien ja gerade – und vielleicht auch deswegen – nach Breitbenden erfolge. Dies wird von der Fachverwaltung etwas anders gesehen.

Man denke perspektivisch und frage sich, was in zwanzig Jahren sein werde, wenn der Kinderboom in Breitbenden abgeklungen sei. Dann habe man dort eine Kita in absoluter Randlage. Dieser Argumentation mochte man in der Bezirksvertretung nicht folgen. Zwar ließ man die Verwaltungsvorlage einstimmig passieren, will aber auf längere Sicht auch den Kindergartenstandort in Breitbenden im Auge behalten.

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