Mehr als tausend Unterschriften für ein „offenes Aachen“

Von: lbe
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Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen wirbt für mehr Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt in Aachen (v.l.): Marita Jansen, Hans-Joachim Geupel und Elisabeth Auchter-Mainz. Foto: Andreas Steindl
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Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen wirbt für mehr Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt in Aachen (v.l.): Marita Jansen, Hans-Joachim Geupel und Elisabeth Foto: Andreas Steindl

Aachen. Weit mehr als 1000 Menschen haben bereits unterschrieben, doch das soll erst der Anfang sein. „Wir sind froh, dass wir schon rund 1300 Unterschriften haben, aber wir wollen gerne mehr. Unser Ziel sind mehrere Tausend“, sagt Hans-Joachim Geupel, Vorsitzender des Vorstands der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen.

Die Signaturen sammeln sie, um mit dem Projekt „Offenes Aachen“ für mehr Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt zu werben. Die Stiftung möchte für eine Welt begeistern, in der Vielfalt als willkommene Bereicherung erlebt wird, in der sich Menschen jeglicher Herkunft mit Würde und Respekt begegnen und in der die wertvollen Errungenschaften einer Demokratie geschätzt werden. „Und wir werden bereits von vielen unterstützt“, sagt Marita Jansen von der Bürgerstiftung nicht ohne Stolz. Kooperationspartner sind unter anderem das Theater Aachen, das Das Da- und Grenzlandtheater, die Handwerkskammer Aachen, die solidarische Landwirtschaft Gut Wegscheid, die Volkshochschule und viele mehr. „Und wir hoffen, dass da noch mehr hinzu kommen“, sagt Jansen.

Bürger treten für Demokratie ein

Geupel ist davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger in der Region für Demokratie eintritt. Und um das zu verdeutlichen, gibt es die „Aachener Erklärung für Demokratie“, unter die möglichst viele Menschen ihre Unterschrift setzen mögen. Das haben auch schon viele Persönlichkeiten aus der Städteregion getan. Darunter einige Bürgermeister der Städteregion Aachen, außerdem Rektoren der Aachener Hochschulen, Vertreter aus Kultur und Wirtschaft und auch Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung.

Mit dem Projekt möchte sich die Bürgerstiftung außerdem für ein friedliches Zusammenleben, gelebte Toleranz und Wertschätzung sowie gegen Hetze einsetzen. Die Unterschriftenaktion ist ein Teil davon, aber das Projekt sieht noch viele weitere Aktionen vor. „Wir wollen, dass sich Menschen in Aachen mit dem Thema beschäftigen und miteinander ins Gespräch kommen“, so Geupel weiter. „Es ist sehr interessant, welche Gespräche wir führen, wenn wir mit den Listen unterwegs sind. Nicht jeder unterschreibt sofort, aber die Unterhaltungen sind gut und manche unterschreiben lieber später online“, sagt Elisabeth Auchter-Mainz von der Bürgerstiftung. Denn Möglichkeiten zu unterschreiben oder die Bürgerstiftung mit einer kleinen Spende zu unterstützen, gibt es viele (siehe Infobox).

Die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen ist 2005 gegründet worden. Seither gilt das von den Gründungsstiftern gewählte Motto „Verliebt in die Region – Schmetterlinge im Bauch“. Die Stiftung ist politisch und weltanschaulich unabhängig und den Prinzipien der Humanität verschrieben.

Als fester und gut vernetzter Bestandteil der Aachener Region unterstützt sie seither vielfältige Projekte in lokalspezifischen, sozialen, bildungsorientierten und kulturellen Bereichen, um Eigenverantwortung und Zusammenhalt von Menschen zu unterstützen.

Derzeit sind 113 Stifter in der Bürgerstiftung engagiert, weitere 350 sind als Zeitstifter in verschiedenen Projekten aktiv.

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